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Neu in der Fahrgasse: drei kaffeebar

Willkommen in der Fahrgasse! Wochenlang sind wir drumherum geschlichen und haben die aufwendige Umbauphase mitverfolgt, nun ist es endlich soweit: drei kaffeebar eröffnet heute am 29.4.2020. Wir haben mit den drei Gründern über ihr neues Café gesprochen.

Gerade einmal ein Jahr ist unser Umzug von esistfreitag in die Fahrgasse her. Wir lieben diese Hood und ihre Läden! Umso mehr freuen wir uns, wenn ganz in der Nähe etwas Neues entsteht.

Die Vorfreude leuchtet den frisch gebackenen Cafébesitzern in den Augen. „Euphorie“ sogar nennt Stephan es. Nach dem sehr aufwendigem Umbau können die drei – Romy, Anja und er – die Eröffnung ihres Cafés kaum mehr erwarten. Ganze 12 Wochen hat es von der Schlüsselübergabe bis jetzt gedauert – kein Wunder, blieb doch kaum etwas unberührt im Laden in der Fahrgasse 23. Eine Wand verschwand ganz, sogar die abgehängte Decke kam herunter. Zum Vorschein kam Beton, der durfte sichtbar bleiben. Neue Elektrik musste auch noch her. Die große Theke…und so weiter.

Dann eben jetzt statt irgendwann 

Aber von vorne: was hat die Drei dazu bewegt, das Abenteuer Café in Angriff zu nehmen? Stephan der „daran der Schuldige“ war, wie er zugibt, hatte BWL studiert und hatte nach einem Jahr in Australien spätestens Kaffee-Feuer gefangen. Romy, eigentlich mal Grundschullehrerin gewesen, und er hatten die Idee vom eigenen Café schon lange. Tatsächlich in Angriff nehmen wollten sie die allerdings so bald gar nicht. Dann standen sie bei der Besichtigung aber überwältigt im Laden und wussten von ersten Moment an: der soll (oder muss!) es sein. Und der Plan damit konkret jetzt starten, nicht erst irgendwann einmal. Denn unerwarterweise klappte es wirklich. Und Anja, die dritte im Bunde und Sportwissenschaftlerin, dachte kurz es sei ein Scherz, war dann aber leicht und schnell zu überzeugen mitzustarten. Was die drei verbindet ist die Gastroliebe, -erfahrung und der Kaffee.

Der Name steht natürlich für dieses Team, aber auch für das dritte Zuhause. Nach dem Ort Nr.1 – das daheim – und dem Arbeitsplatz soll das Café vor allem ein Raum sein, in dem man sich gerne aufhält. Einfach ist. Und Kaffee genießt.

Transparenz & Hospitality 

Was ist ihnen wichtig, was ist ihre Mission möchten wir wissen. Transparenz, betonen sie. Die Gäste möchten sie bei ihrem bisherigen Kaffeewissensstand abholen. Und sie dabei nicht mit abgehobenem Kaffeewissen belehren, sondern von der Faszination erzählen, betont Romy. Über die Herkunft des Kaffees aufklären, sie mit auf die Reise nehmen, neuen Input geben. Und sich viel Zeit für diese Gespräche nehmen. Von den Gästen wünschen sie sich einfach Offenheit dafür. „Wenn jemand bereit ist mit uns auf diese Reise zu gehen, dann schaffen wir es hier viele Facetten zu zeigen, die die Leute nicht auf dem Schirm hatten.“ Kaffee der nach Erdbeereis schmeckt zum Beispiel. Also wir wollen den sofort! Wie sehr sie es lieben, hinter der Theke zu stehen und sich mit den Gästen auszutauschen, erwähnen sie mehrfach. Und man spürt es auch sofort. 

So etwas gibt es in Frankfurt noch nicht 

„Wir werden kaffeetechnisch etwas Neues machen.“ Specialty coffee natürlich. Aber die drei wollen mit der Kaffeebar noch weiter gehen. So wird hier das Wasser mit einer eigene Osmoseanlage für die perfekte Mineralisierung aufbereitet. Besonders sind auch die Brühmethoden und das Equipment. Die Brühmethode soll genau zum Kaffee passen. Auch auf die Milchart wird Rücksicht genommen. So gibt es einen Kaffee der speziell für die Kombination mit Hafermilch gedacht ist. Da nicht selbst geröstet wird, kann der Kaffee aus den besten Röstereien kommen. 

Euphorie trotz Corona

Wie aufgeregt seid ihr wegen der Eröffnung fragen wir. „Oh, also wir können schon nicht mehr so gut schlafen“, sagt Romy. „Aber es ist nicht so ne Aufgeregtheit im Sinne von Nervosität – es ist voll die Euphorie“, so Stephan. „Man geht die ganze Zeit die Prozesse durch. Nicht weil man Angst hat, dass sie nicht funktionieren, sondern weil es so Spaß macht sie gedanklich immer wieder durchzugehen. Wir können es einfach nicht erwarten!“

Die Eröffnung ist natürlich nur eine halbe. Die Frage muss leider sein: In Zeiten von Corona zu eröffnen, ist es super schade oder vielleicht nur etwas schade? „Wir hatten insgesamt ein Riesenglück, dass es nicht acht Wochen vorher gestartet ist und wir mitten im Umbau waren. Wir haben so den Umbau einfach nur entschleunigt. Wir haben außerdem unglaublich viel Support,“ sagt Stephan. Natürlich würden sie am Mittwoch alle Leute in den Laden reinlassen, ihnen den Laden präsentieren und richtig einweihen. „Aber wir sind geduldig, wir werden nicht so schnell verschwinden von hier.“

Nun steht eben erst einmal ein Tisch aus perfekt genutzten Baustellenresten in der Tür. Und eins ist ganz sicher nicht nur halb: die Begeisterung der Drei. Also, kommt vorbei, heißt sie willkommen und lasst Euch davon anstecken.


drei kaffeebar
Fahrgasse 23
Frankfurt-Innenstadt
@drei.kaffeebar

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Vicky

Mitgründerin. Eigentlich Musikerin, daher eine große Liebe für Strukturen. Pedantisch, neugierig und Handcremesüchtig. Hört und sieht alles, lässt es sich aber nicht anmerken. Immer hungrig. Mag an Frankfurt die Kontraste und die Echtheit, nur ist es ihr zu weit weg vom Meer.