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Ein Tagesausflug nach Bad Orb

Wir lieben ja Frankfurts Urbanität. Aber manchmal muss man einfach mal raus. Mal was anderes sehen, Natur tanken, durchatmen. Für den letzten Sonntagsausflug haben wir uns daher für den Spessart entschieden, genauer gesagt für die Kurstadt Bad Orb im Spessart – sind wir doch durchaus kurbedürftig! 

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Nach der nur 45-minütigen Autofahrt machen wir zunächst einen kurzen Boxenstop beim „Hof Sonnenberg“. Dieser liegt idyllisch vor den Toren Bad Orbs und beherbergt eine ganz besondere Kuriosität: In der „Milchhütte“, einer kleinen Holzhütte am Rande des Hofs, gilt 24/7 Selbstbedienung: Hier entdecken wir Automaten, die neben hausgemachtem Speiseeis auch Kakao, Eier und Wurstspezialitäten aus der Region anbieten – was für eine nette Idee! Ein Eis in der Hand, der Blick auf die sattgrünen Hügel gerichtet – so lässt’s sich gut in den Tag starten.

Wie gemalt: Schönes Bad Orb 

Wenige Minuten Fahrt später erreichen wir das Zentrum von Bad Orb. Wir schlendern durch die schattigen Gassen der historischen Altstadt mit ihren malerischen Fachwerkhäusern. Besonders schmal ist hier ein Häuschen in der Kirchgasse: Mit seinen nicht einmal 1,60 Metern Breite ist es offiziell Hessens kleinstes Haus!

Zu Fuß geht es weiter zum Kurpark, der neben schönster Flora und Fauna fürs Auge vor allem zum tatsächlichen Durchatmen einlädt: Das Gradierwerk, im Volksmund liebevoll „Saline“ genannt, produziert salzhaltige Luft und wirkt ähnlich wie ein Aufenthalt an der Meeresluft. An Reisigästen sickert das Wasser der Bad Orber Sole hinab – und das schon seit 200 Jahren. Kühl und wohltuend ist hier die Luft. Unabhängig von der gesundheitlichen Wirkung macht es aber auch einfach Spaß, hindurchzuwandeln und das Tropfen zu beobachten. 

Hunger auf Natur 

Die ungewohnt gute Luft macht uns Städter hungrig. Nächstes Ziel also: Essen! Unsere Nasen führen uns zur direkt am Kurpark gelegenen „Kärrners Brauerei“, an deren leuchtend blauen Tischen wir uns einmal durch die leckeren Deftigkeiten der Speisekarte probieren.

Gestärkt und bloß noch hungrig nach Natur fahren wir anschließend zum nah gelegenen Haseltal, wo wir zwischen Feldern und Wiesen einen kleinen Weiher entdecken. Hier lässt es sich richtig schön runterkommen und ein paar Fische kriegen wir auch zu Gesicht. Fangfrische Forellen aus eigener Zucht könnte man im nahegelegenen Jagdhaus Haselruhe genießen, aber dafür sind wir heute leider noch zu satt.

Wir wären aber nicht wir, wenn dann nicht doch noch ein bisschen Platz für Süßes wäre: Auf Empfehlung von Bad Orber Freunden steuern wir das urige, fast 100 Jahre alte „Café Waldfriede“ etwas südlich der Stadt an. Die Auswahl der Kuchen und Torten ist riesig – genau wie die Größe der Stücke! Von der Terrasse schauen wir auf das satte Grün und den dichten Wald und sind uns einig: der Spessart kann so einiges!

Wer ausgiebiger wandern will, hat in Bad Orb den perfekten Startpunkt. Der Wanderweg Orbtalblick Bad Orb macht seinem Namen mit schönen Aussichten auf das Tal alle Ehre und führt in knapp 2 Stunden unter anderem auch wieder an der Milchhütte vorbei. Wandern auf Holzstegen durchs renaturierte Moor Eschenkar kann man mit dem Wanderweg 14. Auf dieser Route findet man übrigens auch Kunst an den Bäumen: Aus einem bestimmten Blickwinkel ergibt sich ein Wortbild an den Stämmen.

Wenn Ihr nun auch Lust habt, es Euch in der Natur so richtig gut gehen zu lassen, könnt Ihr einfach Euren eigenen perfekten Tag im Spessart planen. Ob Schlendern über den Hanauer Wochenmarkt, Klettern in Steinau oder Mountainbiken in Bad Soden-Salmünster – viele Vorschläge und Tipps für alle gibt es hier:

www.spessart-tourismus.de/dein-tag-im-spessart


Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Spessart Tourismus entstanden.

CategoriesRhein-Main