Die Neun: Spannende U-Bahn Stationen

Die Neun: Spannende U-Bahn Stationen

Was gibt's eigentlich Spannendes in Frankfurts Untergrund?

Morgens um 8 Uhr, die Arbeit ruft. Los geht's zur U-Bahn-Station, Treppen runter und ab in die U-Bahn. Nach ein paar Minuten Fahrt seid Ihr da. Aber habt Ihr mal drauf geachtet, was es Spannendes zu sehen gibt auf eurem Weg? Frankfurts U-Bahn-Stationen bieten bei Weitem mehr, als man denkt. Wir haben neun Stationen für Euch ausgewählt.
Euch erwarten tolle Designs, coole Sprüche, geile Graffiti-Kunstwerke, sogar 66 Esel und eine Menge mehr...all das im Frankfurter U-Bahn-Netz.

Seid gespannt!

 

1 · WESTEND

Ein von Dirk (@dvlw) gepostetes Foto am

Imposante Pilzsäulen blättern sich palmenartig auf. Die in den 1980er Jahren erbaute Station Westend verweist durch diverse florale Elemente auf die Nähe zum Palmengarten.

 

2 · Dom / Römer

Wer am Dom / Römer in die U-Bahn steigen möchte, muss zunächst tief unter die Erde. Die längsten Rolltreppen des Frankfurter U-Bahn-Netzes (13 Meter Förderhöhe) führen unter den ältesten Frankfurter Siedlungskern. Erbaut wurde die Station 1970/71. Im Rahmen der Neugestaltung der Station im Jahr 2003 sollte die Nähe zu vier bedeutsamen Kunstinstitutionen durch entsprechende Verzierung und Werbung deutlich werden.‚U-Bahn fahren ist keine Kunst’. Im Eingangsbereich der Station finden sich diese und noch weitere Parolen, die alle den Begriff „Kunst“ verwenden. Wer sagt uns eigentlich, was Kunst ist und was nicht? Es kann der Eindruck entstehen, dass es die künstlerische Darstellung selbst ist, die Entsprechendes vorgibt. Paradoxer Weise werden Aussagen getroffen, was nicht als Kunst anzusehen ist, wohingegen die Aussagen selbst aufgrund ihrer Darstellung in künstlerischer Form erscheinen.

 

3 · Willy-Brandt-Platz

Nachdem die im Jahr 1971 erbaute Station ‚Theaterplatz’ bereits über 20 Jahre in Betrieb war, erhielt sie im Jahr 1993 ihren heutigen Namen ‚Willy-Brand-Platz’. Zwischen den Bahngleisen stechen die ‚Säulen der Eintracht’ ins Auge – elf legendäre Fußballspieler sind auf denselben verewigt. Auf der B-Ebene zeigt sich zudem die Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt. Portraits der Ensemble-Mitglieder sowie Zitate aus den Schauspiel-Stücken wurden zur Verzierung genutzt.

4 · Zoo

Eine besonders farbenfrohe Wandgestaltung springt hier ins Auge. Passend zum Frankfurter Zoo entlässt eine Arche Noah hier ihre tierische Fracht und bietet wartenden Fahrgästen ein abwechslungsreiches Bild.

 

5 · Messe

Alles außer eine klassische U-Bahn-Station: Viel Tageslicht und eine gefühlte überdurchschnittliche Höhe für eine U-Bahn-Station - verantwortlich hierfür sind wohl die zwei 12 Meter hohen Glaskegel, welche der 2001 fertiggestellten Station eine große Zufuhr an Tageslicht garantieren. Die bunten Farbfelder an den Stationswänden sollen den Bogen zur ‚vielfältigen Flaggen-Welt’ der Messe spannen.

 

6 · Höhenstraße

Schon den Hingucker der Station Höhenstrasse entdeckt? Neon-farbige Rahmen sorgen für einen speziellen Charme in der im Mai 1980 eröffneten U-Bahn-Station direkt unter der Berger Strasse. Die geringe Breite der Berger Strasse sorgt dafür, dass die unterirdischen Gleise untereinander und nicht nebeneinander angeordnet sind. Somit geht es für Bahnfahrer weit nach unten.

 

7 · Ostendstraße

Ein Beitrag geteilt von Stefanie (@ste_ffm) am

Die Wände der im Jahr 1990 eröffneten Station wurden im Rahmen einer bis 2016 andauernden Modernisierung mit „laufenden Händen“ bemalt. Die beiden Künstler sind Samira von Chrzanowski, sowie ihr Ehemann, der als Graffiti-Künstler unter dem Namen ‚Case Maclaim’ bekannt ist. Unterstützt wurden die beiden vom holländischen Street-Art Künstler ‚Does’. Nicht weniger als 6600 m2 galt es zu ‚besprühen’.

 

8 · BOCKENHEIMER WARTE

Das erste, was mir zu dieser Station einfällt, sind die Fotografien an den Wänden. Hier wird auf faszinierende Art und Weise der studentische Alltag illustriert – nicht zuletzt wegen der Nähe zu den Uni-Gebäuden an der Bockenheimer Warte. Auch das Betreten der Station gestaltet sich bereits als spannend – einer der Eingänge besteht aus einem aus dem Boden ragenden U-Bahn-Wagen. In Betrieb wurde die Station 1986 genommen.

 

9 · Habsburgerallee

Wer schon einmal in der U7 saß und die Station ‚Habsburgerallee’ passiert hat, dem sind sicherlich die Esel an den Wänden aufgefallen – insgesamt 66 Stück. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass jeder Esel sein „Laster“ auf dem Rücken trägt. Von der Zigarettenschachtel bis hin zu einer Spritze. Die Idee dahinter ist ein Hinweis auf mythologische und neuzeitliche „Plagen“, welche Menschen mit sich herumtragen.

 

Wir hoffen, Ihr habt das ein oder andere Neue mitnehmen können. Und vielleicht nehmt Ihr euch mal etwas Zeit und schaut die ein oder andere Station mal genauer an. Es gibt sicher noch viel zu entdecken.

Fluffig und plüschig

Fluffig und plüschig

Versteckte Pfannkuchen

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