Frankfurter Brett

Frankfurter Brett

 
Ein Schneidebrett aus Offenbach macht sich auf den Weg die Welt zu erobern. Dabei trägt es das wunderbare Wort “Frankfurt” im Namen.

Die Idee hinter dem Frankfurter-Brett ist simpel und genial zugleich und dennoch muss man erstmal darauf kommen.

Pressefoto Frankfurter Brett

Die Gebrüder Schreiter - der eine ist ein Produktdesigner (Joseph), der andere ein professioneller Koch (Johannes) - waren von der Idee getrieben, eine funktionale Werkbank für Köche zu entwickeln. Bekanntlich sind es ja immer die einfachsten Dinge, die einem das Leben oder die Arbeit erleichtern. Das haben Johannes und Joseph geschafft.

Jeder von uns, der öfter mal das Messer in die Hand nimmt und zu Hause Gemüse schnibbelt, kennt das Problem: Beim Umsetzen des Schnittguts in eine Schale, die man neben das Schneidebrett gestellt hat, hakt es immer irgendwie oder es bleibt auf dem Weg dahin sogar etwas auf der Strecke - das Gemüse fällt daneben.

Die erste Idee hinter dem Frankfurter-Brett hat sich Johannes in der Praxis bei einem Kollegen in der Küche abgeschaut. Dieser hat aufgrund eines sehr hohen Arbeitsaufkommens einen Gastrobehälter unter sein Schneidebrett geklemmt, um das Schnittgut etwas flotter in seinen Behälter zu befördern. An dieser Stelle haben Johannes und Joseph dann angesetzt und diese einfache Grundidee weiterentwickelt. Als Namensgeber und Inspirationsquelle kam dann noch das Konzept der Frankfurter-Küche dazu. Laut Wikipedia verbirgt sich dahinter eine Einbauküche, die praktisch organisiert ist. Handlungsabläufe wurden rationalisiert, um das Arbeiten in der Küche zu vereinfachen. Mit nur wenigen Handgriffen hatte man Zugang zu den wichtigsten Dingen in der Küche.

Das Frankfurter Brett folgt diesen Regeln und ist damit die erste Werkbank für die Küche und den ambitionierten Koch von heute. An dem Brett können ringsherum Aluminiumbügel ausgezogen werden, in die man Plastik- oder Edelstahlbehälter einhängen kann - genormte Gastrobehälter im Profi-Küchen-Format.

So kann Abfall oder Schnittgut, welches sich auf dem Brett ansammelt, ganz bequem in die Behälter geschoben werden. Nichts fällt mehr daneben oder muss umständlich zum Biomülleimer getragen werden. Ist der Behälter voll oder wird das geschnittene Gemüse benötigt, hängt man einfach den Behälter aus oder einen neuen, noch leeren Behälter ein.

Soweit so gut - aber die Jungs legen noch einen oben drauf. An der Stirnseite des Brettes lässt sich eine andere Art von Bügelsystem einschieben, um weitere Behälter einzuhängen oder um ein Kochbuch / iPad abzulegen. Der Bügel ist leicht schräg angeordnet.

Beim Arbeiten am Brett hat man so Zugang zu den wichtigsten Zutaten (z.B. Gewürze, frische Kräuter o.ä.) und kann immer nochmal nachlesen, an welchem Punkt im Rezept man stehen geblieben ist - da man es ja direkt vor der Nase hat.

Eine tolle Erfindung, um sich an seinem Arbeitsplatz zu organisieren.

Das Frankfurter-Brett gibt es aktuell in 5 verschiedenen Größen. So kann man es nach seinen Wünschen anpassen und personalisieren: z.B. Material der Gastrobehälter, Größe der Behälter, Farbe der ausziehbaren Bügel.

Bei dem "Basic Modell" (aktuell noch in der Fertigung) geht es dann noch ein Stück weiter. Da kann man sich sogar noch eine passende Plastikauflage aussuchen. Diese soll das Holz vor zu viel Flüssigkeit (Bratensäfte, nasses Gemüse) schützen.

Eigentlich sollte jeder das für sich passende Modell finden...

So unterschiedlich die verschiedenen Modelle ausfallen, so sehr variieren auch die Preise des Schneidebretts. Für die patentierte Erfindung der Jungunternehmer aus Offenbach rangieren die Preise im vorderen bis mittleren 3-stelligen-Bereich.

Damit ist das Frankfurter-Brett nach meiner Einschätzung wohl weniger etwas für die Hausfrau von nebenan, sondern eher etwas für den Profi oder den ambitionierten Küchenfreak unter uns, neudeutsch auch Gastro-Sexueller genannt ;-)

Wen das Konzept und die Aufmachung neugierig gemacht haben, der sollte es mir gleich tun und sich noch etwas umfangreicher mit dem Thema auseinander setzen. Ich finde das Frankfurter-Brett wunderbar und werde mir das Kickstarter Projekt sogar noch etwas genauer anschauen.


 
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