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Die beste Aussicht: Auf dem Domturm

Viele wissen gar nicht, dass man überhaupt auf den Domturm kann. Kann man aber, so gut wie täglich und für wenig Geld. Einzige Voraussetzung: eine mindestens mittelmäßige Kondition und möglichst keine Bedenken bei Enge und Höhe.

Die Treppen führen auf 328 Stufen zur Plattform. Eng ist es in der Wendeltreppe und dunkel. Vom Schnaufen lenkt die schon durch die Durchbrüche zu erahnende Aussicht ab.

66 Meter hoch ist die Plattform. Klingt nicht sehr hoch -–die Beine sagen: es ist höher! Und auch die Augen finden das.  Die Aussicht ist wundervoll: Die Skyline als zerklüfteter Block, der Main schlängelt sich links an ihr vorbei. Alles immer voller Kräne, klar.

Stundenlang kann man den Blick schweifen lassen, entdecken, wiedererkennen, was man sieht mit dem Stadtplan im Kopf abgleichen. Und Fotos machen, unzählige…

Was wir am liebsten machen: Die Augen schließen und nur den Geräuschen lauschen. Sirenen mit dem Ohr nachverfolgen, erahnen, wo gerade gehämmert wird. Hupen, Rufe – das Stadtrauschen einfach mal wirken lassen.

Bei jedem Wetter ist die Domplattform ein lohnenswerter sportlicher Ausflug. Zu Sonnenuntergangszeit ist es hier besonders wundervoll, da die Sonne hinter der Skyline steht und der Main zum Goldfluss wird. Das klappt leider nur im Winter, da die Plattform nur bis 17 Uhr geöffnet ist. Ansonsten ist die Aussicht aber immer traumhaft.

Und dann – wenn man sich dann losreißen kann – geht’s wieder runter. Aber Achtung: Drehwurmgefahr!


Öffnungszeiten:
9 Uhr bis 18 Uhr
(bis Oktober, je nach Wetterlage)

Eintritt:Erwachsene: 3 Euro, Kinder/Studenten: 1,50 Euro
www.domturm-frankfurt.de

CategoriesAllgemein
Vicky

Mitgründerin. Eigentlich Musikerin, daher eine große Liebe für Strukturen. Pedantisch, neugierig und Handcremesüchtig. Hört und sieht alles, lässt es sich aber nicht anmerken. Immer hungrig. Mag an Frankfurt die Kontraste und die Echtheit, nur ist es ihr zu weit weg vom Meer.