Sehnsucht nach Frankfurt

Sehnsucht nach Frankfurt

Frankfurtdubistsowunderbar
Da ist diese Sehnsucht nach der Stadt mit der Skyline. Du bist so wunderbar - selbst aus der Ferne betrachtet. In den letzten Monaten waren es mal 10 Stunden, mal 8, mal wieder 9, 5 oder 6 Stunden Zeitunterschied. Die Sehnsucht blieb immer die gleiche.
 

Ich sehne mich nach den Sonnenstrahlen

Ich sehne mich nach den Sonnenstrahlen, die sich morgens zwischen den Hochhäusern durchkämpfen, während ich in der S-Bahn sitze auf dem Weg ins Büro. Die S-Bahn selbst ist mal wieder zu spät dran oder war es die U-Bahn zuvor? Ich stehe still an der Konsti. Über mir beginnt die Stadt aufzuwachen. Neben mir gähnt ein Bänker, der gestern wohl zu lange an seinen Investment-Strategien im Büro gebrütet hat. Eine andere rennt der S-Bahn nach und ärgert sich am frühen Morgen, dass es jetzt schon ungeplanter als geplant zugeht. Es ist ein Gewusel. Kreuz und quer. Es wird gerempelt. Es wird gerannt. Selbst dieser Chaos-ähnliche Zustand ist es wert, vermisst zu werden.

 

Ich sehne mich nach dem Glitzern des Wassers

Es ist Sommerzeit. In meiner Dachwohnung in Bornheim ist nicht an Abkühlung zu denken. Ach, diese tropischen Nächte Frankfurts. Nicht oft gibt es sie, aber ich erinnere mich an jede. Diese Nächte, an denen ich aus dem Büro komme. Das Büro-Kostüm von mir abstreife. Mein Fahrrad aus der Garage schiebe und an allen Menschen, die auf der Berger gemütlich den lauen Abend genießen, vorbeifahre. Ich kenne nur ein Ziel: ab an den Main. Der einzige Ort in dieser Stadt, wo ich noch an ein wenig Abkühlung denken kann. Sei es die kleine Brise, die hier weht, oder der eiskühle Ebbelwoi. Vier Picknick-Decken nebeneinander. All meine Freunde. Und Gespräche bis in die Nacht. Der kalte Ebbelwoi ruft nach Substanz und ich frage mich: Ob das Dönerschiff noch offen hat?

 

Ich sehne mich nach dem Freitagabend

Freitag! Endlich. Die Woche war anstrengend. So richtig Zeit zum Durchatmen gab es irgendwie nicht. Ich bin auf dem Weg nach hause. Die Bürotür hab ich zugemacht und all den Kram hinter mir gelassen. Auf dem Friedberger sind schon alle fröhlich und feiern das Wochenende. Wir haben es uns verdient. Es ist kurz vor acht, schnell noch ein Gläschen Grauburgunder holen, von dem ich jetzt schon weiß, dass ich morgen früh üble Kopfschmerzen bekommen werde. Und mir dann mal wieder denken werde: „Nächstes Mal nur noch ein Schörlchen trinken“. Alle Stände bauen ab. Wir machen uns gerade bekannt und schließen neue Freundschaften. Der Alt-Bekannte bietet seine Sternzeichen an oder wenn du 'ne rote Münze abzugeben hast, dann mach das gerne. Es ist schon spät, lass uns weiterziehen und die Nacht durchtanzen!

 

Ich sehne mich nach den Markttagen

Es ist Samstag. Ich lass es ruhig angehen. Ich mache mir mein Frühstück und plane meinen Samstag. Ich husche auf den Markt um die Ecke. Mhhh, all dieses Obst. Der Wocheneinkauf ist getan. 12 Uhr, wir sind verabredet. Es geht nach Dribbdebach. Denn es ist Markt-im-Hof Zeit. Soll es heute eine Waffel, die Sommerrollen oder ein Pastrami Sandwich werden? - oh, und ich muss mir noch Platz für ein Dessert lassen. Wir stehen am Tisch und „gucken Leute“, schmieden Pläne für den Nachmittag und das Leben.
Ein kleiner Abstecher noch an den Main. Wir genießen die Sonne. Und es scheint, als würde dieser Tag, dieser Sommer nie zu Ende gehen.
 

Ich sehne mich nach den Sonntagnachmittagen

Die Ruhe kehrt ein. Gegenüber meiner Wohnung läuten die Kirchenglocken. Bin ich gerade wirklich noch in Frankfurt, in dieser Stadt von Welt? Die Skyline, die Banken, die Flieger über mir - all das scheint so weit entfernt. Es ist Sonntag. Von meiner Mansarde blicke ich hinunter auf die Straße. Gemächlich füllt sie sich mit Leben. Ich schaue den Vätern nach, die gerade mit ihren Söhnen vom Bäcker kommen. Die eine Single-Lady ist mit Yogamatte bepackt auf dem Weg zur völligen Entspannung. Und ich mache gerade ein Date mit meinem liebsten Freund aus. Kaffeeklatsch im Sugar Mamma. Ich muss nur diese Zeilen tippen und kriege Heimweh.
 

Frankfurt, ich vermisse dich.

x Ich vermisse das Ankommen nach einer großen Reise am Flughafen.

x Ich vermisse es, wegen einer Oberleitungsstörung in der S-Bahn gefangen zu sein, und aus der Ferne irgendwo zwischen Oberursel und Rödelheim auf die Skyline zu blicken.

x Ich vermisse es in all deinen schönen Cafés mit meinen liebsten Freundinnen zu sitzen und über das Leben zu philosophieren.

x Ich vermisse den Sommer mit dir und auf all den Festen auf der Straße mit dir zu tanzen.

x Ich vermisse deine wundervollen Sonnenuntergänge, die ich nach Feierabend genießen darf.

x Ich vermisse es nachts auf deinen Straßen zu radeln und mich zu fühlen, als würde mir die Welt zu Füßen liegen.

Es sind die kleinen Dinge, die kleinen Momente, die die Sehnsucht in mir steigen lassen.

 

Frankfurt, du bist so wunderbar

Ich sitze auf Bali. Der Sommer scheint hier nie zu enden. Mein Blick geht aufs Reisfeld. Grün - in allen Facetten. Seit 8 Monaten bin ich mit Rucksack aus Frankfurt los. Meine Freude zu reisen und Neues zu entdecken ist unermesslich. So unermesslich wie die Freude und das Gefühl auch irgendwann mal wieder in die Stadt zu kommen. In die Stadt mit der Skyline. Denn ich habe Sehsucht nach der Skyline.
Ach mein Frankfurt, du bist so wunderbar.

Frankfurt du bist so wunderbar trifft Markt im Hof!

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