So wohne ich: Mitten im Bahnhofsviertel

So wohne ich: Mitten im Bahnhofsviertel

 

Wieder einmal bekamen wir für unsere Reihe "So wohne ich" einen Einblick in eine Wohnung in Frankfurt. Eine junge kreative Frau Anfang 30 zeigt uns ihre Altbauwohnung im Bahnhofsviertel. Und zwar sowas von mitten im Bahnhofsviertel.

 Lassen wir sie selbst erzählen, was ihre Nachbarschaft und ihren Wohnstil ausmacht:


Über keinen anderen Ort in Frankfurt wird heißer diskutiert. Szeneviertel oder sozialer Brennpunkt? Die Taunusstraße im Bahnhofsviertel – Deutschlands härteste Straße, in der es nie leise und vor allem nie dunkel wird. Doch blendet man die roten Neonlichter, den öffentlichen Drogenkonsum und die zahlreichen Touristengruppen aus, so bleibt qualitativer Wohnraum.

Ich bin Architektin und liebe Altbauten und hier im Bahnhofsviertel gibt es noch Bestand. Wohnraum in Frankfurt wird immer teurer.

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Am häufigsten werde ich gefragt, ob ich als Frau nicht Angst hätte hier zu wohnen. Bisher nicht. Ob mich das Getümmel auf der Straße und die teilweise merkwürdigen Blicke der Passanten manchmal nerven? Ganz klar. Allerdings gibt es in meinen Augen kaum einen authentischeren Ort in Frankfurt. Hier geben sich Junkies, Prostituierte, Banker und Kreative die Hand.

Ich arbeite selbst als Creative Director in einer Agentur für Kommunikation im Raum. Diese befindet sich im Niddasack, unweit von meiner Wohnung entfernt. Auf dem Kaisermarkt kaufe ich regionale Produkte wie Gemüse, Wein und Käse ein. Wenn ich mal wieder unter Fernweh leide, dann zieht es mich in eine der zahlreichen Restaurants des Kiez – eine kulinarische Weltreise. Und auch der Absacker wird hier getrunken.

Mein Lebensmittelpunkt: Das Bahnhofsviertel.
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Doch neben dem Highlife habe ich mir eine Ruheoase geschaffen. In meiner Wohnung angekommen, ist alles andere ausgeblendet. Die großzügigen Fenster lassen viel Licht rein, schallen aber auch viel Lärm von außen ab. Durch die hohen Decken habe ich viel Spielraum für Möbel, Wandgestaltungen und Lampen.

Es vergeht kaum ein Monat, in dem ich nicht zumindest eine Kleinigkeit in meiner Wohnung verändere.
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Mein nächstes größeres Makeover-Projekt wird die Küche sein. Ich koche sehr gerne, allerdings nie nach Rezept. Ich nenne das kreatives Kochen. Und dies sollte auch meine Küche symbolisieren.

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Wenn ich eine Sache an meiner liebgewonnenen Wohnung verändern könnte, dann hätte ich gerne einen Balkon oder Garten. Das wäre allerdings nur ein Nice-to-have, denn der Main ist ja nur fünf Minuten Fußweg von mir entfernt. In meiner Wohnung horte ich dann eben Grünpflanzen um mich und erfreue mich an meinem Indoor-Garten.

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Wenn ich mal genug Zeit finden sollte, dann entwickle ich einen Wäscheständer, welcher nicht wie ein Fremdkörper in der Wohnung steht und wertvollen Platz verbraucht. Soviel zu meiner Ansicht einer idealen Wohnwelt...


Danke, dass wir Dich besuchen durften!

 
Bildschön: Der Frankfurter März 2018 in Bildern

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