Frankfurter Fotografen: Mode, Lifestyle & Food

Frankfurter Fotografen: Mode, Lifestyle & Food

 

Frankfurt mag wahrscheinlich nicht zu den modischsten Städte der Welt wie Paris, Mailand oder London gehören, doch dank einzelner Fotografen rücken lokale Brands, Shops und Models immer häufiger in den Vordergrund. Auf Plattformen wie Instagram stoßen wir immer wieder auf fantastische Accounts, die es wert sind, bekannter  zu werden. Aus diesem Grund stellen wir Euch heute drei Fotografen aus dem Bereich Mode und Lifestyle vor, die unsere Stadt auf die Karte bringen und allein schon deswegen Eure Aufmerksamkeit mehr als nur verdient haben.

Zusätzlich stellen wir Euch eine Frankfurter Bloggerin vor, die nicht nur ein gutes Auge für Mode und Ästhetik hat, sondern auch genau weiß, was sie zu tun hat, um ein Essensfoto besonders appetitlich aussehen zu lassen. 

 

SASCHA PRIESTERS (@THEMOLDERNWAY)

Fotos: Sascha Priesters (@themoldernway)

Instagram: @themoldernway
Alter: 24
Beschäftigung: IT-Ingenieur und Fotograf
Lieblingsspots: Hier in Frankfurt habe ich eigentlich keine richtigen, da es überall etwas zu entdecken gibt und eine Location durch die richtigen Bedingungen wie Tageszeit oder Wetter großartig beeinflusst werden kann
Lieblingsfotografen: @pangea @13thwitness und einige mehr ;)

Wie fing alles an? Wie bist du zur Mode/Streetwear Fotografie gekommen? 

Das alles hat eigentlich mit Musik angefangen. Für mich gehört Streetwear und Musik einfach zueinander. Ich hab früher schon Hip Hop gehört und auch dort hat Bushido schon von „Alpha Jacken“, „Cordon Sport“ und „Nike Shox“ gerappt. Three 6 Mafia hat für Karl Kani gemodelt und so kam eins zum anderen. Ich habe mich immer mehr auch mit Streetwear auseinander gesetzt. Doch der Punkt, der mich zur Fotografie bewegte kam später mit dem ganzen Sneakerkosmos. Ich wollte coole Fotos von meinen Schuhen machen, also habe ich mir eine alte Spiegelreflex auf eBay ersteigert und losgelegt. Es kamen immer mehr Schuhe ins Haus, also hatte ich auch mehr Material zum fotografieren. Das ging dann auch weiter und mein Feld erweiterte sich auf alles, was sich in der Stadt bewegt. Gebäude, Straßen und natürlich modische Personen. 

Was macht ein gutes Bild zu einem großartigen? 

Die Antwort ist eigentlich: Alles. Kleine Änderungen in der Perspektive, eine andere Tageszeit, ein etwas anderes Wetter. All diese Dinge beeinflussen ein Foto und entscheiden oft über Top oder Flop. Jedes Detail muss beachtet werden, um am Ende ein großartiges Foto zu schießen. Das kommt aber mit der Übung, man weiß immer besser Situationen richtig einschätzen zu können und drückt im richtigen Moment ab.

Was gehört normalerweise zu deinem Equipment? 

Ich fotografiere mit einer spiegellosen Sony aus der a7 Reihe mit einigen Festbrennweiten (24mm, 50mm, 100mm). Klar, leihe ich mir auch das ein oder andere an Equipment, wenn es ein Job verlangt. Aber an sich bin ich damit aktuell ziemlich gut aufgestellt. 

Für welchen Großkunden würdest du gern mal fotografieren? 

Carhartt gehört zu einer meiner Lieblingsmarken und da würde es mich extrem freuen, mal ein Lookbook oder Editorial anfertigen zu können. Ich finde es spannend, dass sie sich immer wieder neu ausprobieren in ihren Lookbooks und nicht immer auf einen Stil festlegen. 

 

RICHARD PFLAUME (@RICHARDPFLAUME)

Fotos: Richard Pflaume (@richardpflaume)

Instagram: @richardpflaume
Alter: 31
Beschäftigung: Fotograf
Lieblingsspots: Dächer über Frankfurt, DAM, Liebieghaus, Taunus
Lieblingsfotografen: William Eggleston, Juergen Teller

Wie fing alles an? Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Ganz ehrlich: kitschige Story. Ich hab die Kamera meiner Mutter geklaut und Spaß daran gefunden, solang auszuprobieren bis ein Foto so aussah wie ich es mir in meinem Kopf vorgestellt habe. Als Inspiration würde ich vor Allem das amerikanische und französische Kino nennen.

Was macht ein gutes Bild zu einem großartigen?

Für mich transportiert ein großartiges Foto ein Thema authentisch und regt Gefühle an. Ich versuche die Inhalte, die ich transportieren möchte, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort einzufangen. Dazu gehört auch Geduld und Glück. Und nebenbei bemerkt: jeder kann ein großartiges Foto machen! Als Fotograf setzt du nur darauf, dass es dir häufiger gelingt als Anderen. 

Was gehört normalerweise zu Deinem Equipment?

Über die Zeit entwickelst du deine Präferenzen. Ich bevorzuge es weniger Optionen, dafür aber mehr Mobilität zu haben. Heißt konkret: irgendeine kleine, aber leistungsstarke Kamera, dazu 35 und 50mm Festbrennweiten, egal ob Film oder digital. 

Für welchen Großkunden würdest Du gerne mal fotografieren?

Zählt Rihanna als Großkunde?

 

SOUMEY AMADOU (@GOODKYD)

Fotos: Soumey Amadou (@goodkyd)

Instagram: @goodkyd
Alter: 21
Beschäftigung: Student
Lieblingsfotografen: Renell Medrano, Paul Jung, Gunnerstahl, Rosa Sadnik, Kenny Sang, Sonja Resplandor

Wie fing alles an? Wie bist Du zur Modefotografie gekommen?

Als ich mir irgendwann letztes Jahr meine erste Kamera gekauft habe, machte ich non-stop von allem und jedem Bilder und mit der Zeit haben sich dann einige Vorlieben herausgefiltert.

Ich entschied also nie speziell, dass ich nur Modefotografie machen will, sondern es hat sich irgendwann dahin entwickelt.

Was macht ein gutes Bild zu einem großartigen?

Ich finde wenn man ein Konzept, sei es eine Emotion oder eine Idee, mit so wenigen Mitteln wie Möglich, perfekt in einem Moment festhält, hat man am Ende ein großartiges Bild.

Was gehört normalerweise zu Deinem Equipment?

Nikon D3200, Blitzgerät, oder wenn ich analoge Bilder mache, meine Nishika.

Für welchen Großkunden würdest Du gern mal fotografieren? 

Ich würde gerne mal für o32c, i-D oder Nike fotografieren.


Wohl jeder zweite von uns, der auf Instagram einen Account hat, wird diese perfekten Bilder von Gerichten kennen, die das Essen einfach hundertmal leckerer wirken lassen, als es in Wirklichkeit ist. Um herauszufinden, wie man solche „geschmackvollen“ Food-Bilder macht, haben wir die Instagramerin @hueechi befragt. 

 

HUE CHI (@HUEECHI)

Fotos: Hue Chi (@hueechi)

Instagram: @hueechi
Alter: 21
Beschäftigung: Informatik- Studentin und Teilzeitkraft in einem vietnamesichen Restaurant
Lieblingsrestaurants: Vietpho in Bornheim Mitte, Konamon, Jamys Burger, Mangetsu
Lieblingsfotografen: @hellomissmay, @lichipan, @annachaannn

Wie fing alles an? Wie bist Du zur Food-Fotografie gekommen?

Ich habe mich schon sehr früh für das Kochen interessiert. Da ich aus einer kleinen Stadt in Thüringen kam und es dort kaum Restaurants gab, die vergleichbar waren wie in Berlin, Hamburg, Frankfurt, fing ich an alles selbst zu kochen und mich auszuprobieren. Meine Werke hab ich dann immer auf Instagram hochgestellt und dadurch viele positive Reaktionen erhalten. 2016 bin ich dann für das Studium nach Frankfurt gezogen und musste mich natürlich durch alle Restaurants futtern. Einfach weil ich Essen liebe und natürlich, um meine Fähigkeiten und meinen Geschmack auszubauen. Man lernt ja immer dazu :) 

Es ist eine Leidenschaft gewesen, schon immer. Und ich meine, wer liebt es nicht zu essen? Deshalb kann ich es sagen, dass ich es weiterhin aus Spaß mache und kein Zwang dahinter steckt und das ist alles was zählt. 

Was sind für Dich die schwierigsten Gerichte zum Fotografieren?

Die schwierigsten Gerichte zum Fotografieren? Da gibt es eigentlich keine haha! Das einzige was mir persönlich Probleme bereitet ist die Zeit. Ich versuche immer mittags essen zu gehen, weil Fotos bei Tageslicht einfach am schönsten sind. Es sieht alles viel klarer dadurch aus und das Essen kommt besser zur Geltung. Es sieht einfach viel natürlicher aus, als wenn ich abends mit Lampenlicht und Blitzaufnahme fotografieren muss. 

Was gehört normalerweise zu Deinem Equipment?

Ihr werdet es wahrscheinlich nicht glauben, aber mein einziges Equipment ist wirklich mein Handy. Explizit haben mich die Jahre 3 verschieden Versionen von Iphones begleitet. Zudem benutzte ich noch Bearbeitungsprogramme auf meinem Handy um das Foto nochmals durch Belichtung und Farbe hervorzuheben und kann die Bilder dann direkt auf Instagram posten. 

 
Der Frankfurter Juni 2018 in Bildern

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Es ist schön hier: Das neue Magazin für FrankfurtRheinMain

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