Frankfurter Architektur-Fotografen, die man kennen sollte

Frankfurter Architektur-Fotografen, die man kennen sollte

 

Titelbild: Marcus Wagner

Gibt man in der Google-Suchleiste "Frankfurt" ein, dann wird mit Sicherheit auf so gut wie jedem Bild, die Skyline zu erkennen sein oder eins der vielen Wolkenkratzer, die unsere Stadt zählt. Denn ja, unser schönes Stadtbild wird stark von bewundernswerter Architektur geprägt.

Heute stellen wir Euch drei Frankfurter Instagrammer vor, die fast tagtäglich auf Ihren Accounts, die schönsten, architektonischen Ecken der Stadt mit uns teilen. 

 

Marcus Wagner (@mr.wgnr) 

Instagram: @mr.wgnr
Alter: 48
Job: Marketing Manager
Lieblingsspots: als Spielwiese gerne grundsätzlich im Frankfurter Ostend. Ansonsten der Behrensbau in Höchst oder die Raunheimer Brücke. Ich finde auch weniger bekannte Spots sehr interessant. Ich liebe es, auf „urban exploration“ zu gehen und per Zufall Hinterhöfe, Fassaden und Details zu entdecken. 

Lieblingsfotografen: Auf Instagram sind meine persönlichen Favoriten unter anderem @thismintymoment, @george__franklin oder auch @serjios, @garyfive

Wie fing alles an? Wie bist Du zur Architekturfotografie gekommen?
Architektur hat mich schon immer interessiert. Mein Vater war Architekt und in Frankfurt gibt es ja einiges an Motiven diesbezüglich. Damals war ich noch mit einer Spiegelreflexkamera unterwegs.
Erst 2015 bin ich über Instagram wieder erneut zurück zur Fotografie gekommen, wobei mich interessante, ungewöhnliche Flüchten und Blickwinkel, Symmetrien und Asymmetrien, das Spiel mit Größenverhältnissen und Perspektiven, mehr interessiert als das bloße Ablichten von Gebäuden oder den sogenannten "classic spots." Sehr gern fotografiere ich Architektur in Kombination mit Menschen. Das verleiht dem Foto etwas mehr „Leben“, und verdeutlicht vor allem sehr gut die Größenverhältnisse .

Findest Du es herausfordernder Innen- oder Außenaufnahmen zu machen?
Das hängt  von Fall zu Fall sehr vom jeweiligen Objekt ab. Grundsätzlich sind Innenaufnahmen schwieriger durch die Lichtverhältnisse. 

Was gehört normalerweise zu Deinem Equipment?
Ich fotografiere und editiere ausschließlich mit meinem Smartphone, um auf Schritt und Tritt immer bereit für spontane shots sein zu können, da ich nicht immer gezielt auf Fototour gehe. 
Manchmal packe ich auch noch ein kleines Stativ ein. Das habe ich des Öfteren mal bei Selbsauslöser-Aufnahmen benutzt, wenn ich der Meinung war, das Motiv könnte gut einen Protagonisten vertragen, jedoch spontan gerade niemand greifbar war. Dann bin ich auch schon mal selbst gerannt. Den Selbstauslöser-Timer von 10 Sekunden beherrsche ich für mein Alter gesehen recht gut. 😂

Gibt es ein bestimmtes Gebäude, welches Du auf jeden Fall noch ablichten möchtest?
Bezgl. Frankfurt habe ich nach Eröffnung vor Kurzem erst die neue Altstadt abgelichtet. Weitere neue Fassaden und Hochhäuser befinden sich aktuell ja noch im Bau, das wird es die Nächten Jahre noch einiges geben. Auch freue mich mich auf die neu aufgebaute Bundesrechnungshof mit der historischen Treppe, die erhalten wurde.

 

Robert Kiefner (@rbrtkfnr)

Instagram: @rbrtkfnr
Alter: Zwölfunddreißig
Job: Freier Werbetexter
Lieblingsspots: Immer das nächste Treppenhaus.
Lieblingsfotografen: Das sind vor allem die, mit denen ich auch gerne Zeit zwischen zwei Architekturspots verbringe: @flori_anz_enk und @mr.wgnr

Wie fing alles an? Wie bist Du zur Architekturfotografie gekommen?
Als Kind habe ich Versteckspielen geliebt. Wenn ich es heute in ein Gebäude hinein schaffe, in dem ich ein Treppenhaus knipsen will, ist das ziemlich genau das gleiche Gefühl. Und so lange ich denken kann, sprechen mich Symmetrie, parallele Linien und klare Formen an. Genau das schätze ich seit vier, fünf Jahren an der Architekturfotografie!

Findest Du es herausfordernder Innen- oder Außenaufnahmen zu machen?
Beides hat seine Schwierigkeiten: draußen sind es parkende Autos, Bäume, Laternen und Fußgänger, die einem Hobby-Architekturfotografen wie mir das Leben schwer machen. Und drinnen? Strenge Empfangsdamen, diffuse Lichtverhältnisse und Fußmatten.

Was gehört normalerweise zu Deinem Equipment?
Meine Kamera hab ich quasi immer in der Hosentasche: ich fotografiere nur mit meinem iPhone 8 plus. Außerdem schwöre ich auf das Zeiss Exolens Weitwinkelobjektiv.

Gibt es ein bestimmtes Gebäude, das Du auf jeden Fall noch ablichten möchtest?
Über Instagram kenne ich natürlich viele Hotspots, die ich gerne fotografieren würde, wenn ich in der entsprechenden Stadt wäre. Aber ich gehe auch im Industriegebiet einer Kleinstadt auf die Suche und finde das sogar noch reizvoller, als der Hundertausendste zu sein, der den superbeliebten Spot jetzt auch noch geknipst hat. 

 

Peter Brodt (@peterbffm)

Instagram: @peterbffm
Alter: 60
Job: Informatiker
Lieblingsspots: eigentlich Frankfurt ganz generell, aber natürlich alles was mit moderner Architektur zu tun hat, immer wieder das Opernplatz Hochhaus und die Deutsche Bibliothek
Lieblingsfotografen: @mr.wgnr @jr_ffm @mrmagoorie @leeadelinewl @momentos_sg @olle.l.olle und viele, viele andere

Wie fing alles an? Wie bist Du zur Architekturfotografie gekommen?
Vor fast drei Jahren als ich mit Instagram begonnen habe. Vorher habe ich zwar auch gerne fotografiert, aber ohne jeglichen Anspruch an bestimmte Motive oder Qualität. Auch wenn ich mich damals wie heute nicht auf ein bestimmtes Thema festlegen will, hat sich doch die Architektur relativ schnell als ein Schwerpunkt entwickelt. Dabei habe ich bald ein Faible für Minimalismus entdeckt. Es bereitet mir Freude, Strukturen, Linien und Symmetrie von Gebäuden in den Fokus zu stellen, wenn möglich noch in Verbindung mit Personen, was immer ein wenig schwierig ist, wenn man alleine unterwegs ist. Von daher ist das Stativ und der Fernauslöser praktisch immer dabei.

Findest Du es herausfordernder Innen- oder Außenaufnahmen zu machen?
Ganz klar Innenaufnahmen. Für mich ist es immer noch eine große Herausforderung, bei schlechteren Lichtverhältnissen Fotos zu schießen, die meinen natürlich inzwischen etwas gestiegenen Ansprüchen genügen. Also auch außerhalb von Instagram auf Smartphone- oder Tablet-Bildschirmen vorzeigbar sind. Von daher liebe ich liebe ich Orte, wie das MMK mit seiner überragenden Architektur und dem hellen Licht.

Was gehört normalerweise zu Deinem Equipment?
Da bin ich eher „Old School“. Mit der Smartphone-Fotographie habe ich mich nie richtig anfreunden können. Daher fotografiere ich fast ausschließlich mit meiner Canon DSLR und den dazugehörigen Objektiven (Weitwinkel, Immer-drauf-Objektiv und ein großes Zoom). Da mir das aber bei vielen Gelegenheiten zu viel bzw. Zu schwer geworden ist, habe ich mir jetzt noch eine kleine Sony Alpha zugelegt.

Gibt es ein bestimmtes Gebäude, welches Du auf jeden Fall noch ablichten möchtest?
In Frankfurt fallen mir da vor allen Dingen die neuen, im Bau befindlichen Hochhäuser ein. Ich hatte die Möglichkeit, vom neuen Henniger Turm während der Bauphase Bilder zu machen. Das war super cool. Gerne würde ich einmal das Treppenhaus im Westhafen (Gasstätte L’Osteria) fotografieren. Das fuchst mich richtig, dass ich da noch nie rein gekommen bin.

 

 
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