Wir haben eine Frage: Was ist deine Geschichte mit Frankfurt?

Wir haben eine Frage: Was ist deine Geschichte mit Frankfurt?

 

Es gibt 1.000 Gründe, nach Frankfurt zu kommen. Es gibt noch mehr Gründe, hier zu bleiben. Jeder hat seine Geschichte mit Frankfurt. Fünf davon haben wir für Euch hier gesammelt.


Grazina, 35:

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Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich als junge Abiturientin aus Litauen zum ersten Mal die Frankfurter Skyline erblickt habe. Versunken in der aufgehenden Morgensonne und umschlungen vom grünen Taunus. Aus einem kurzen Zwischenstopp zwischen Schule und Studium sind jetzt 17 Jahre geworden.

Es gibt tausend und einen Grund warum ich mich hier heimisch und geborgen fühle. An Frankfurt schätze ich besonders das Multikulturelle. Freunde und Bekannte aus verschiedenen Kulturkreisen sind eine wahre Bereicherung für mich. Man gewinnt dadurch Einblicke in das für einen Fremde und es zeigt, dass das friedliche Miteinander unabhängig von der ethischen und religiösen Zugehörigkeit möglich ist. Auch die bunte Vielfalt in Frankfurt ist einzigartig. So findet man nirgendwo in Deutschland in einem Bahnhofsviertel zwischen noblen Restaurants, Banken und Wolkenkratzer mehrere Lusthäuser. Zugleich sieht man die große Kluft zwischen ›Schönen und Reichen‹ und denjenigen, die auf der schattigen Seite des Lebens stehen. Das prägt und weckt das Bewusstsein für die Lebensrealität. Das schöne Museumsufer am Main finde ich einmalig. So viel Malkunst, Architektur, Kino und Bildhauerei auf ein paar Kilometern. Nur sollte Kunst für jeden zugänglich sein, so wie z.B. in London – kostenfrei für alle. Da ich in einer musikalischen Familie aufgewachsen bin, schätze ich sehr, dass Frankfurt auch in dieser Hinsicht eine Menge bietet. Von Klassik, Jazz bis Gangster Rap von Haftbefehl.

Am schönsten finde ich aber die warmen Sommerabende am Main. Ein Glas kühlen Apfelwein in der Hand, schönes Plätzchen direkt am Wasser und wieder dieser mich vom ersten Tag an bezaubernde Ausblick auf die Skyline. Ja Frankfurt, du bist wunderbar!”


Boris, 32:

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“Ich komme aus Bulgarien, einem zwar kleinen, aber auch wunderschönen Land am Schwarzen Meer. Vor sechs Jahren ist eine mir bis dahin unbekannte Lust auf Abenteuer in mir aufgestiegen. Ich wollte Neues erleben und die Welt aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. So bin ich im wahrsten Sinne des Wortes in Frankfurt gelandet! Ich war sofort begeistert von der Stadt. Der Kontrast zwischen Wolkenkratzern und alten Prachtbauten, das Mainufer, der Bethmannpark und die vielen schönen Cafés haben schnell mein Herz erobert. In Frankfurt war ich auch zum ersten Mal ganz auf mich allein gestellt, habe mich selbst erst richtig kennenlernen dürfen. Ich bin selbstbewusster, offener und toleranter geworden. Klar, manchmal tut es weh, meine Herzensmenschen nicht in meiner Nähe zu wissen. In solchen traurigen Momenten hilft mir die Musik, meine größte Leidenschaft. Nichtsdestotrotz fühle ich mich längst als Frankfurter – und kann mir kaum mehr vorstellen, jemals in einer anderen Stadt zu leben!”

Nassim, 33:

Als ich 2009 wegen meines Master Studiums nach Frankfurt kam, konnte ich mir nicht vorstellen, nach meinem Abschluss zu bleiben. Mein erster Eindruck war, dass Frankfurt im Vergleich zu Teheran, wo ich vorher gewohnt habe, klein und wenig belebt ist. Doch mit der Zeit hörte ich auf, die Städte zu vergleichen. Ich habe mich eingelebt und begonnen, Frankfurt zu schätzen. Die Größe der Stadt ist praktisch, mit dem Fahrrad kann man sie in kurzer Zeit durchqueren und Freunde treffen. Die Vielfältigkeit Frankfurts und deren Bewohner ist für mich erstaunlich. In den letzten Jahren habe ich Menschen aus mehr als 35 verschiedenen Ländern kennengelernt. Frankfurt ist für mich nicht nur eine deutsche Stadt, sondern auch eine interkulturelle Gemeinschaft.”

Kemal, 37:

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Meine Eltern kamen Ende der 70er aus der Türkei nach Deutschland. Ich wurde hier in Frankfurt geboren, bin aber in einem multikulturellen Viertel in Bad Vilbel aufgewachsen, in dem ich neue Sprachen und Kulturen kennengelernt habe. In meiner Kindheit bin ich des Öfteren mit meinen Eltern in der Türkei zu Besuch gewesen; Dort war ich ›Der Deutsche‹ (lacht). Mit dem Alter haben sich, wie es im Leben so ist, die Prioritäten geändert, weshalb ich leider seit mehr als zehn Jahren nicht mehr dort gewesen bin. Was ich an Frankfurt mag, ist die Größe der Stadt. Man kommt schnell von A nach B und es gibt genug schöne Ecken um die Innenstadt herum. Ich verbringe meine Zeit gerne im Hafenpark, von dort aus kann man noch die Skyline sehen, der Stadttrubel ist aber weit weg genug, um runter kommen zu können.”





Ajda, 25:

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“Hi, mein Name ist Ajda! Ich bin in hier geboren und aufgewachsen, doch meine Wurzeln liegen in der Türkei. Mein Großvater reiste einst mit seinen Geschwistern durch Europa und blieb irgendwann in Frankfurt ›hängen‹. Bald folgte meine Oma ihm aus Istanbul, sodass auch schon meine Mutter als waschechte Frankfurterin zur Welt kam. Die Stadt und mich verbindet eine gewisse Hassliebe – am meisten jedoch schätze ich die multikulturelle Vielfalt, von der sie geprägt ist. Wo sonst schon leben Menschen aus 177 Nationen so dicht beieinander? Auch mag ich, dass hier mittlerweile so viele tolle Cafés und Bars entstanden sind. Ich liebe es, auszugehen und probiere gerne immer wieder Neues aus! Von den Frankfurtern wünsche ich mir, dass sie ein wenig offener und lockerer in ihrem Umgang werden und ein wenig häufiger aufeinander zugehen. Mein Herz jedenfalls schlägt sowohl für Deutschland als auch die Türkei. Am meisten aber für die Strände und das Meer, denn dort fühle ich mich am wohlsten!

 
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