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Das Nippon Connection Filmfestival: Frankfurt sagt Kon’nichiwa!

Es ist zurück – live und in allen wunderbaren Farben des Landes der aufgehenden Sonne: Das 22. Nippon Connection Filmfestival verwandelt unsere Lieblingsstadt vom 24. bis 29. Mai 2022 wieder in ein Feuerwerk japanischer Kultur und Filmkunst – und das nicht erneut digital, sondern nach drei Jahren endlich wieder vor Ort, umfangreicher als je zuvor und in verschiedensten Locations über die Stadt verteilt. Das Ganze in Zahlen? Rund 100 Kurz- und Langfilme, ein Rahmenprogramm mit über 60 Workshops, Konzerten sowie Vorträgen an zwölf Veranstaltungsorten in ganz Frankfurt – darunter das Künstlerhaus Mousonturm, das NAXOS-Gelände, das Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum und neu dabei das Eldorado Arthouse Kino, der Saalbau Bornheim, das MAK, das Ruby Louise Hotel und das Lindley Lindenberg. Wir sagen: Willkommen zurück! 

– Medienpartnerschaft –
Nippon Retro: „A town of love and hope” von Nagisa OSHIMA, Japan 1959 

Themenschwerpunkt: Worum geht’s? 

Der Themenschwerpunkt des diesjährigen Festivals liegt auf Japans Jugend und erzählt unter dem Motto „Stories Of Youth – Coming Of Age In Japan“ Geschichten vom Erwachsenwerden. Gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain, gibt er Einblicke in die Lebenswelten, Erfahrungen und Herausforderungen junger Menschen in Japan. Wie schwierig ist ein Coming-out in der konservativen Gesellschaft? Wie gehen sie mit Mobbing um? Zum ersten Mal dreht sich auch die Sektion „Nippon Retro“ ganz um den diesjährigen thematischen Schwerpunkt. Die Retrospektive „Stories Of Youth“ präsentiert in Kooperation mit der Japan Foundation Tokyo acht Werke aus fünf Jahrzehnten.

Nippon Visions: „Backlight” von Ren SUDO, Japan 2021, Deutschlandpremiere

Filme: Was gibt‘s zu sehen? 

Auf was dürfen sich Cineasten beim meistbesuchten Filmfestival in Hessen freuen? Auf jeden Fall auf viele erste Male: Unter den gezeigten Filmen sind eine Weltpremiere, 24 internationale, elf Europa- und 30 Deutschlandpremieren. Bei Letzteren sind beispielsweise einige Filme des diesjährigen Preisträgers des „Nippon Honor Awards“ und renommierten Schauspielers Masatoshi Nagase mit dabei. Die Weltpremiere „Origami“ von Tadasuke Kotani erzählt wiederum auf tiefgrün- dige Weise vom Maler Atsushi Suwa und seiner künstlerischen Annäherung an das Porträt eines jung verstorbenen Mannes.  

Nippon animation: „Belle” von Mamoru HOSODA, Japan 2021 |
Nippon Visions: „Let Me Hear It Barefoot” von Riho KUDO, Japan 2021, Deutschlandpremiere |
Nippon Honor Award: Masatoshi Nagase

Weitere Highlights? Definitiv die expressionistische Animationskunst im Anime- Musical „Belle“, das „Die Schöne und das Biest“ in eine virtuelle Welt holt, sowie eine Auswahl an queeren Filmen, wie der Independent Film „Backlight“ von Ren Sudo, der in den 70ern in Südjapan spielt, oder das sensible LGBTQ-Drama „Let Me Hear It Barefoot“ von Riho Kudo. Kurz: Mit den etablierten Werken der Kategorie „Nippon Cinema“, den Neuentdeckungen der „Nippon Visions“, den Animes in „Nippon Animations“ und den Dokumentationen der „Nippon Docs“ zeigt das Festival das ganze Spektrum des japanischen Films und lässt japanophile Filmfans aller Art auf ihre Kosten kommen. 

Nippon Culture: Hand Shadow „ANIMARE” © Kakashiza |
Nippon Culture: Kintsugi-Workshop © Michiyo Yamashita |
Nippon Culture: Suntory-Masterclass © Beam Suntory Deutschland GmbH

Rahmenprogramm: Was gibt’s zu entdecken? 

Dass die Nippon Connection viel mehr ist, als ein reines Filmfestival, zeigt uns das Rahmenprogramm „Nippon Culture“, das während der Veranstaltungstage japanische Kultur zum Selbst-Erfahren, Selbst-Gestalten, Hören, Schmecken, Ausprobieren, Bewundern und Diskutieren bietet. In kreativen Workshops lernt Ihr die Kunst des japanischen Fischdrucks, der Kalligraphie, des Papierbänderflechtens oder des Kintsugi – der Veredlung von zerbrochener Keramik. Japanische Kulinarik könnt Ihr in Kochkursen zu Bento und leckeren Süßspeisen selbst kreieren oder in Tasting-Workshops beispielsweise grünen Tee, Sake oder Likör genießen. Für das leibliche Wohl sorgen außerdem die Marktstände von „Nippon Food & More“ auf dem Gelände des Künstlerhauses Mousonturm und dem NAXOS-Areal.

Vorträge und Podiumsdiskussionen zu gesellschaftlichen Themen, Konzerte japanischer Künstler:innen, Sprach- sowie Meditationskurse und Performances machen den bunten Strauß an japanischem Kulturprogramm perfekt. Eine besonders schöne Blume? Die Schattentheatergruppe „Kakashiza“ aus Frankfurts Partnerstadt Yokohama, die im Saalbau Bornheim humor- und fantasievolle Geschichten erzählt.  

Und für die Kleinsten? Auch speziell für kleine Film- und Japanfans hat Nippon Connection etwas zu bieten. Workshops zu japanischen Kinderliedern, Manga-Zeichnen und japanischen Mondbildern warten ebenso auf die Jüngsten wie Anime-Klassiker oder ein Online-Vortrag zum Leben von Kindern in Japan. 

Nippon Culture: Vortrag Laterna Magica © MAK Frankfurt am Main |
Nippon Culture: Vortrag Lyrische Spaziergänge durch Tokio

Online: Was gibt’s weiterhin digital? 

Wer das Nippon-Erlebnis für zu Hause sucht, wird bei der digitalen Ausgabe fündig. Ein Teil der Filme wird vom 30. Mai bis 6. Juni 2022 unter dem Titel „Nippon Connection On Demand“ auf watch.nipponconnection.com gezeigt. Das Streaming-Programm wird am 29. Mai 2022 veröffentlicht. Auf dem virtuellen Markplatz „Nippon Online Market“ präsentieren sich ab 16. Mai 2022 weitere Anbieter:innen rund um Japan: www.nipponconnection.com/de/market.

Ihr habt Lust bekommen auf japanische (Film-)Kunst und Kultur? Alle Infos und das ganze Programm findet Ihr auf www.nipponconnection.com


Nippon Connection Festival
24.–29. Mai 2022
www.nipponconnection.com
@nipponconnection
Trailer

Titel/Foto: © Nippon Connection Festival
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Nathalie

Gebürtig aus Darmstadt, seit mehreren Jahren Wahlfrankfurterin - und immer noch frisch verliebt in die Stadt. Leidenschaftliche Spaziergängerin, Kaffee-Trinkerin, Yogi, Tänzerin, Medienkulturwissenschaftlerin und PR-Trainee. Kochmuffel und daher Restaurantfan. Theater- und Kunstliebhaberin. Früher Vogel oder Nachteule je nach Tagesform. Reich an Sommersprossen.