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So wohne ich: An der Hauptwache

Die Frankfurter Skyline – eine stetig wachsende Augenweide. Wer für längere Zeit fernab der Frankfurter Heimat war, dem bereitet spätestens der Anblick der Bankentürme ein berauschendes Gefühl des Zuhause-Ankommens. Und mit Blick auf diese Skyline zu wohnen – was könnte das Herz eines Frankfurters höher schlagen lassen als das? Wir haben einen von ihnen besucht, der genau dieses Privileg genießen darf.

The skyline of Frankfurt – a constantly growing feast to the eyes. If you’ve left your Frankfurt home for while, upon seeing the banking towers of the skyline you will get a thrilling feeling of homecoming. Living with a view of the skyline – what could make the heart of a true Frankfurt soul beat faster? We had the chance of visiting someone, who enjoys exactly that privilege.

Text und Fotos: Vicky Prüfer, Daniele Travia

Wer träumt nicht davon, morgens gemütlich am Frühstückstisch zu sitzen und dabei direkt auf die wunderbare Skyline zu sehen? Bei dieser Wohnung ist das genau der Fall. Nur wenige Schritte von der Hauptwache entfernt, befindet sich im letzten Stock eines Bürogebäudes diese schöne Wohnung bestehend aus zwei Bädern, drei Schlafzimmern und einer großen Küche mit offenem Wohnbereich. Die vierköpfige Familie, die hier wohnt, ist vor knapp einem Jahr eingezogen und fühlt sich seit dem Umzug mehr als wohl. Anfangs habe die Wohnung noch ganz anders ausgesehen, so einer der Bewohner: Mehrere kleine Zimmer mit kleinen Fenstern hatten die Wohnung eher eng wirken lassen. Ein Glücksfall, dass der jetzige Eigentümer Innenarchitekt ist und die Räume in nur wenigen Wochen komplett nach seinem Geschmack umgestalten konnte.

Weiße Wände, ein dunkler Boden, Wohnaccessoires aus Fell, Stützen im Betonlook und eine ausgewählte Mischung aus Holz- und modernen Möbeln zeichnen den vielseitigen Einrichtungsstil der Wohnung aus. Die große Holzplatte, die als Esstisch und Arbeitsplatte in der Küche dient, stammt aus einer kleinen Hütte in Österreich. Gekocht wird hier sehr gerne, weshalb der Küchen- und Wohnbereich der beliebteste Raum der Familie ist, um Zeit mit Freunden zu verbringen. Die in der Küchenzeile integrierte Teppanyaki-Platte sorgt dafür, dass die Steaks in nur ein paar Minuten schmackhaft und durchgebraten sind. Die rote Aufschnittmaschine auf dem Tisch sieht nicht nur stylisch aus, sondern erfüllt auch bestens ihren Zweck. Auf jedem Stuhl am Esstisch liegt ein Lammfell-Sitzkissen – außer auf dem einem Stuhl, auf dem meistens der jüngere der beiden Söhne sitzt.

In der Küchenecke steht ein weißes Sparschwein namens „Heidi“; in dieses werden ausschließlich Zwei-Euro-Münzen eingeworfen. Heidi ist bereits seit mehreren Jahren fester Bestandteil der Inneneinrichtung. Genau wie das Apfelwein- glas von Ottmar Hörl an der Wand. Die großen schwarzlackierten Hörner gegenüber wurden bei der Leerräumung einer Lagerhalle von Freunden entdeckt und mitgenommen.


Ein großer Vorteil daran, dass sich im Gebäude keine weiteren Wohnungen befinden und somit das Thema Nachbarn komplett ausgeblendet werden kann: die Musikanlage, die sich im Wohnbereich an der Wand über dem hellen Sofa befindet, kann voll ausgespielt werden. Abends wird hier die Musik laut aufgedreht und in der Wohnung steigen kleine, private Partys für den engen Freundeskreis.

Neben dem Sofa sorgt der ästhetische Kamin von „Cocoon Fires“ für Wärme und Gemütlichkeit an kalten Wintertagen. Ein großer Blickfang ist die 2,30 x 2,70 m bunte Fotografie an der Wand. Ursprünglich war die Familie am Gemälde interessiert, das auf dem Foto zu sehen ist. Als der Hausherr den restlichen Familienmitgliedern ein Foto aus dem Atelier des Künstlers Mike Kuhlmann schickte, waren sie von seiner Aufnahme des Bildes mit den Malutensilien darum so begeistert, dass sie sich entschieden, das Kunstwerk noch einmal professionell ablichten zu lassen – und somit das Foto vom Gemälde statt das Gemälde selbst aufzuhängen.

Doch wie einleitend erwähnt: Was diese Wohnung wirklich einzigartig macht, ist die große Terrasse mit dem wunderschönen Ausblick auf die Skyline. In der einen Ecke bilden das große Sofa und den Sessel die perfekte Chill-Ecke für den Sommer. Doch auch im Winter kann man hier dank der vielen Heizpilze gemütlich mit Freunden plaudern und den Sonnenuntergang genießen. Auf der anderen Seite der Terrasse gibt es einen Stahltisch. Die bunten Kacheln der Tischplatte wurden von dem Eigentümer auf einer Reise in Marokko gekauft und selbst gelegt.


Steht man draußen auf der Terrasse, kann man das Stadtleben natürlich nicht nur sehen, sondern auch hören. Für die Wohnungsbesitzer spielt das aber keine Rolle: Den steten Stadtlärm haben Sie bereits in Kauf genommen: „Das gehört halt dazu.“ Auf die Frage, wie lange sie sich noch vorstellen könnten in dieser Wohnung zu wohnen, antwor- tet der Sohn: „Für immer. Wenn Mama und Papa die Stadt satt haben und aufs Land ziehen, werde ich hier weiterhin mit meinem älteren Bruder das Leben in der Innenstadt in vollen Zügen genießen.“

Who doesn’t dream of sitting at the breakfast ta- ble while having the perfect view of the wonderful skyline? In this apartment this dream is real. Only a few steps away from Frankfurt’s city center close to “Hauptwache” it is located on the upper floor of an office building. It includes 2 bathrooms, 3 bedrooms and a large kitchen which is connected to an open living area. The family of four who lives here, moved in just a little less than a year ago and enjoys every second of living here. In the beginning the apartment looked completely different, says one of its inhabitants: A number of small rooms with small windows made you feel rather narrow. It is a lucky coincidence that the new owner is an interior designer and has changed the rooms completely to his liking in only a few weeks. White walls, dark floors, accessories made of fur, concrete columns and a selected mixture of wooden and modern furniture make up the versatile interior style of the apartment.

The large wooden boards that are used as a dining table as well as for the kitchen countertops were acquired from a small cabin in Austria. Since the family loves to cook and eat, the kitchen and living area is everybody’s favourite room to spend time with friends and each other. The teppanyaki hot plate that is fitted into the kitchen counter allows steaks to get tasty and ready in only a few minutes. The red slicer on the table doesn’t only look great, but also fulfills its purpose. On top of each chair at the dining table there is a cushion made of lambskin – each chair but the one, where the younger of the two brothers tends to sit.

In one corner of the kitchen there’s a white piggy bank that the family calls “Heidi”; where two Euro coins only are collected. It has been part of the in- terior design for a number of years. As is the “Apfelwein” glass designed by Ottmar Hörl that decorates the wall. The large horns that are coated in black were found and taken back home when the family helped to clear out an old warehouse owned by friends.

A huge benefit of living in a building with no other apartments is that there are no neighbours to consider: therefore, the music system that is located on the wall over the bright colored sofa in the living area can be used at any time. In the evenings the family likes to turn up the music and host private parties for close friends.

Right next to the sofa the stylish fireplace by “Cocoon Fires” brings warmth and cosiness to cold winter days. Another eye-catcher is the 2.30 x 2.70 meter large photo on the wall. Actually, the family was planning to buy the painting that is shown in the picture, but when the owner showed his family the photo that he took in artist Mike Kuhlmann’s studio with all the art supplies surrounding the painting, they were so awed that they decided to have a professional photographer take another picture of the scene and thus exhibit a photo of the painting instead of the painting itself

But as we mentioned above: what makes this place really special is the large terrace with the wonderful view of Frankfurt’s skyline. In one corner of the ter- race a sofa and armchair create the perfect place to chill in the summer. But due to the usage of gas heaters you can also stay outside in the winter months, chat with friends and watch the sunset.

On the other side of the terrace, there is a table made of steel. The owner bought the colorful tiles that make up the tabletop in Morocco and laid them himself.

Standing on the terrace outside, obviously you don’t only see but also hear the life of the inner city. The apartment owners have become accustomed to the steady noise and don’t mind: “No question, this is part of living here”.

When asked how long they are planning to live here, the younger son replies: “Forever. If my parents should ever get tired of city life, they can move to the countryside and my brother and I will stay here and enjoy living in the center of Frankfurt”.

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