D

Das große Wunschmenü – Venos, Folge 5: Das süße Ende

Einmal noch schließen wir unsere Augen und öffnen unseren Mund: Das süße Finale unserer großen Venos-Serie steht an.

Anzeige/
Fotos: Kim Ruppert

Wenn Köche Künstler sind, dann sind Zuckerbäcker und Pâtissiers jene unter ihnen die ins Louvre, ins Met oder in die National Gallery gehören. Dort würden sie die Zeiten überdauern, genussvoll ihr Renomée verwalten, während die Kollegen aus der Herzhaft-Abteilung im Wechselspiel der Trends und Geschmäcker mit dem Vergessen um die Wette tanzen.

Das ist natürlich etwas drastisch formuliert. Aber tatsächlich gilt vielerorts die Überzeugung: Essen ist ein Akt gegen den Hunger. Desserts hingegen tilgen Begehren, die mit Sattwerden nichts gemein haben. Der Genuss von Süßigkeiten unterscheidet den Menschen vom Tier – und ist somit gewissermaßen kulturstiftend.

Das Süße als Krönung des Herzhaften

Oder wie Claudio Mascia es augenzwinkernd ausdrückt: „Wenn man den ganzen Abend mit gutem Fisch und Fleisch verbracht hat, ist es Zeit für den Genuss.“ Mascia arbeitet in der Fisch-, Frisch- und Feinmarkthalle Venos. Er überblickt dort den Ein- und Ausgang abertausender Waren aus dem Mittelmeerraum und aus Übersee.

Wer nach einem mehrgängigen Menü die Nachspeise ablehnt, weil er satt ist, hat die Kontrolle über sein Menü verloren. Mit dem ersten Bissen muss man schon alle Gedanken auf das Dessert lenken. Kein Musiker geht nach dem Konzert von der Bühne, ohne dem Applaus zu lauschen.

Heute geht es ums Ganze: Die Hauptspeise steht auf dem Programm. Was kann man kaufen, was aus den zahllosen Waren zaubern? Mascia weiß Rat…

Mascia hat in den letzten beiden Folgen unserer großen Venos-Serie eine kulinarische Erlebnisreise für uns konzipiert: Wir haben bereits Ideen für Antipasti und Vorspeisen

Folge 3: Aller Anfang ist lecker

gesammelt, uns zu Zwischengang und Hauptspeise

Folge 4: Schlemmen unter Anleitung

inspirieren lassen – jetzt fährt Mascia süße Geschosse für uns auf.

70 bis 80 Prozent der Produkte stammt aus Italien und dem übrigen Mittelmeerraum. Auf 3000 Quadratmetern arbeitet der Genuss-Apparat Venos im Frankfurter Stadtteil Bockenheim. Neben Käse, Wurst und Ölen, Gemüse, Gewürzen und Getreideprodukten warten auch allerhand süße Versuchungen auf Käufer, die wissen was gut ist.

Genuss zum Schluss

Dabei muss Nachtisch nicht immer pappsüß sein: Probiert doch mal einen Beeren-Teller. Mit Brom-, Him- und Erdbeeren und einem Dreierlei korrespondierender Gin-Sorten. Die Kombination ist unübertrefflich und Gin gibt es hier wahrhaftig zu genüge. Mit über 50 verschiedenen Sorten in den Regalen bietet Venos eins der größten Sortimente für Endkunden in Frankfurt und Rhein-Main.

Und während manche, anders als andere, jetzt sicher sagen würden: „Ich hätte gerne zweimal das Dessert“ – keine Angst, wir können auch süßer. Mascia, der regelmäßig die Kölner Süßwarenmesse für Venos besucht, legt uns etwa ans Herz, mit kaum mehr Mühe oder Aufwand ein exotisches Tiramisu zu kreieren. „Mit einem Püree aus frischen Mangos, Orangenzesten und einer Schicht Biskuits lässt sich das ganz einfach machen“, so Mascia. Dazu wieder, darf nie ganz fehlen, Gin oder ein leicht bitterer Maraschino-Likör aus dalmatinischen Sauerkirschen zum Einziehen.

Wer keinen Finger krümmen möchte, findet bei Venos eine exquisite Auswahl gefrosteter französischer Macarons. Natürlich gibt es auch die ganze Palette italienischer Gebäcke: Amarettini, Panettone, Torrone liegen parat, um mit dem richtigen Espresso nach dem Essen gepaart zu werden.

Schwarzes Gold

Salvatore Pira begegnet uns zwischen den langen Regalreihen. Wie Mascia arbeitet auch er seit rund vier Jahren bei Venos. Wenn es um Kaffee geht, ist er eigen – wie jeder gute Italiener. Neben den Espresso-Brühern von Bialetti, die allmählich aus den Stillleben von WG-Küchen in ganz Deutschland auf der „third wave“ zurück in den Fokus moderner Kaffeezubereitung gleiten, gibt es bei Venos auch das schwarze Gold selbst. Ilona, Lavazza, Mocambo – ganze Bohne oder gemahlen, in großen wie in kleinen Paketen.

„Mein Lieblingskaffee ist der von Kimbo“, sagt Pira. Der Espresso, leicht bitter, kräftig und aus einer heißen Tasse wirkt schon im Mund wie ein Powernap auf die Geschmacksknospen.

Das war’s: Danke VENOS!

Plötzlich ist man wach. Wie, wenn man das Venos-Gelände verlässt und mit einem Mal der Groschen fällt: Wie viel es zu entdecken gibt, wie viele Küchen man noch nie probiert, wie viele Gerichte und Zutaten noch nie geschmeckt hat.

Als wir zum ersten Mal hier waren, sind wir ein bisschen wie in Trance durch die Gänge geschlappt. Zum Glück gibt es Lotsen wie Claudio Mascia oder Salvatore Pira und den Rest des Teams, die einen fachkundig durch das Sortiment begleiten.

Danke, dass wir hier sein und mit Euch moderne Kulinarik zum Anfassen mit einem Hauch Zauberei erleben durften!


VENOS
Rödelheimer Landstraße 75-85
60487 Frankfurt am Main
www.venos.de

CategoriesAllgemein
Felix

Bonvivant.

Mehr als irgendeine Stadt lässt Frankfurt Felix' Herz höher schlagen. Sein Enthusiasmus für Bob Dylan provoziert mitunter offene Besorgnis. Einem achtbaren Lebenswandel steht obendrein noch seine Cinephilie im Wege. Aber kochen kann er.

Dem Chaos ist er näher als der Ordnung. Sofern das nicht eh ein und dasselbe ist. Genau wie Schreiben und Denken. Erwischt sich immer wieder bei Selbstgesprächen. Mit anderen unterhält er sich aber auch gerne.