V

Vier Frankfurter Gründerinnen

Die Frankfurter Gründerszene ist wachsend, vielfältig und: weiblich! Wir freuen uns über die immer größer werdende (weibliche) Frankfurter Gründerszene. Und haben haben daher mit vier Frankfurter Gründerinnen über ihr Business, ihre Vision und ihren Werdegang gesprochen.

Corinna Fleckenstein | “Fat Tony’s Pizzeria

Nach ihrem BWL-Studium und langjähriger Berufserfahrung in einem großen Konzern ist die liebe Corinna nun: Pizzeria-Gründerin im Frankfurter Ostend. Noch dieses Jahr soll Fat Tony’s in einem ehemaligen Kiosk im Ostend eröffnet werden. Nach jahrelangen, unzähligen Meetings, teilweise vielen Sinnesfragen und wenig Zeit für Familie und Hobbies kam immer mehr das Bedürfnis auf: „Ich möchte mein Leben mehr in der Hand haben.“

Corinna kam eher durch Zufall auf den Kiosk im Frankfurter Ostend, welchen sie nun angemietet hat. Ihr erster Gedanke dazu war: „Da passt perfekt eine Pizzeria rein“. Corinna bäckt für ihr Leben gern Pizza, probiert immer wieder neue, verrückte Konstellationen aus. Dann kam der entscheidende Schritt: Vor ein paar Monaten absolvierte sie eine Ausbildung zur Pizzabäckerin. Außerdem testet sie viel zuhause. Welches alternative Mehl kann zum klassischen Weizenmehl verwendet werden? Welche Zutaten außer Tomatensoße und Käse? Neben der Küche trifft man Corinna aktuell auch oft auf der Baustelle im Ostend oder bei der Steuerberaterin.  

Mit Fat Tony’s liegen ihr zwei Aspekte am Herzen: Der Ort und das Produkt. Fat Tony’s erschafft einen Ort der Begegnung, an welchem sich getroffen, gelacht und ausgetauscht wird. Außerdem werden Pizzen angeboten, welche aus verschiedenen Mehl-Urkornsorten hergestellt werden. Dazu wird sie mit regionalen Herstellern zusammenarbeiten. Corinna hilft es während ihrer Gründung sehr, dass sie sich bereits im Kopf vorstellen kann, wie ihr Business aussehen soll: Hinter der Theke, lachend, mit vielen Menschen redend und den Geruch der frischen Pizza in der Nase. Wir freuen uns auf Fat Tony’s!

Verfolgt Corinna und ihre Pläne auf Instagram: @fattonys_ffm

Foto: Claudia Simchen

Luisa Reichert | “how luisa lives

Luisa hatte schon immer ein Faible für die schönen Dinge des Lebens und das vor allem in Bezug auf das Thema Einrichtung. Das eigene Zuhause hat dabei für sie einen ganz besonderen Stellenwert: Rückzugsort, ein Ort wo man Familie und Freunde trifft und auch ein Plätzchen, um seine eigene Persönlichkeit auszudrücken – all macht ein Zuhause aus.

Als (digitale) Einrichtungsberaterin begegnet sie bei ihrer Arbeit Kunden wie eine gute Freundin: offen, ehrlich und auf Augenhöhe. Denn Einrichtung soll Spaß machen und keinen Trends oder gar „Vorschriften“ unterliegen. Mit „HOW LUISA LIVES“ hinterfragt sie zum Start eines Projektes, wer in diesen vier Wänden wohnt und welche Bedürfnisse dessen Bewohner haben. So kreiert sie für ihre Kundinnen und Kunden ein echtes „happy home“. Immer freundschaftlich, mit einer Prise Humor, erschwinglich und digital.

GründerInnen rät sie zu stetiger Reflexion und Hinterfragen des eigenen Vorgehens und Kommunikation. Bei allem gilt das Motto: Nichts ist in Stein gemeißelt!

Trefft Luisa auf Instagram: @how.luisa.lives

Sabine Nietmann | “The Organicer

Sabine ist Flugbegleiterin und Ordnungscoach – wie passt das zusammen? Durch die Pandemie flog Sabine erst sechsmal in 2020. Da kann man schonmal in ein Corona-Loch fallen. Doch das Gegenteil war der Fall, Sabine wurde eher beflügelt, ihr Business @the_organicer weiter zu denken und voranzubringen.

Reisen bringt doch auch mit sich, dass sich viele Souvenirs und Mitbringsel anhäufen. Beim Aufräumen ihrer Hausapotheke hatte sie den ersten Aha-Moment: Struktur macht glücklich und Veränderung kann so einfach sein. Sabine stellt für sich fest, dass sie sich leichter von Dingen trennen kann, wenn jemand anderes etwas davon hat. Sie fragte sich: Welchen Bedarf an Gegenständen haben Bedürftige in Frankfurt und was passiert allgemein mit aussortierten Sachen? Mit @the_organicer liefert sie Antworten auf beide Fragen. Überfluss und Bedarf wird zusammengeführt. Sabine ermutigt ihre Kunden und Kundinnen, gewisse Aufräum-Routinen zu entwickeln sowie achtsamer und nachhaltiger zu konsumieren.

Denn Aufräumen kann Spaß machen und ist sehr befriedigend. Kurz & knapp: Sabine nimmt die aussortierten Sachen ihrer Kunden und Kundinnen direkt mit und bringt sie anschließend in wohltätige Einrichtungen. Ist sie als Flugbegleiterin unterwegs, hat sie meistens einen vollen Koffer mit Kleidung und Gegenständen für internationale Sozialeinrichtungen im Gepäck.

Lernt Sabine und “The Organicer” auf Instagram kennen: @the_organicer

Foto: Claudia Simchen

Nadine Rothe | Coach & Achtsamkeitstrainerin

Nadine ist systemischer Coach und Expertin für Stresskompetenz und gesunde Lebensführung. Sie begleitet Menschen hin zu einem gesunden, selbstbestimmten Leben.

Ihr Sinnes- und Berufswandel hin zum Coaching im gesundheitlichen Bereich wurde ausgelöst durch ein immer stärkeres Gefühl in ihr: „Irgendwie passe ich nicht mehr in meinen jetzigen Job.“ Immer mehr merkte sie, dass sie sich schwächer mit den Werten ihres damaligen Unternehmens identifizieren konnte, doch zunächst ignorierte sie all auftretende Körpersignale. Dann kam ihre Tochter zur Welt, das war ihr „change maker“. Sie dachte: „So wie es mir ging, geht es bestimmt vielen Frauen. Daran möchte ich anknüpfen. Ich habe mich oft immer hinten angestellt, meine Prioritäten zurückgestellt. Damit ist jetzt Schluss.“

Nun begleitet Nadine als Coach primär Frauen in der (beruflichen) Selbstfindung, zwischen Alltagsstress, Job und Familie. Ihre Herzensthemen sind Stressbewältigung, Ernährung und Entspannung. Anderen GründerInnen gibt sie auf den Weg, dass es wichtig ist, lösungsorientiert zu denken und zu handeln sowie sich gleichgesinnte Menschen in dessen nahes Umfeld zur Unterstützung zu holen.

Trefft Nadine auf Instagram: @nadinerothe.de

Mehr spannenden Frankfurter Menschen begegnet Ihr hier.

CategoriesAllgemein
Florentina

Der tägliche Kaffeegang zu ausgewählten Frankfurter Cafés ist bereits Routine. Eigentlich immer auf Achse. Ob zu Fuß, mit dem Rad, der Bahn, ganz egal. Immer am Entdecken (und Genießen). Kann Stunden in Vintage-Läden verbringen. Man sieht sie hauptsächlich mit einem Kaffeebecher, guter Laune und einem ansteckenden Lachen. Besitzt eine absolute Schwäche für Zimtschnecken.