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Das alles ist: Düsseldorf

Frankfurt du bist so wunderbar meets Düsseldorf

Düsseldorf hat ja ein ähnliches Rufproblem wie Frankfurt. Was für uns die immer wieder auftretenden Klischees von „Beton“ und „Banken“ ist, ist in Düsseldorf das Schickimicki. Und da Frankfurt entgegen seines Images ja auch wunderbar ist, sind wir auch ganz offen und gespannt, als wir uns Düsseldorf anschauen. Wir haben uns in Teil 2 unseres NRW-Trips hier vor allem in Little Tokyo, in der Innenstadt und im Lorettoviertel umgeschaut.

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Ein Spaziergang durch “Little Tokyo

Wir starten in „Little Tokyo“ mit einer Kennerin des japanischen Viertels: Petra Fujiwara, die selbst in Japan gelebt hat und immer wieder dorthin reist. Wir brauchen erst einmal eine Einführung: Um die 8.000 Japaner leben in der Stadt Düsseldorf. 400 Japanische Unternehmen sorgen für 50.000 Arbeitsplätze. In ganz Europa ist kein Viertel zu finden, in dem japanisches Leben so konzentriert stattfindet! Die Restaurants und Kneipen, Hotels, Supermärkte, Shops und Buchhandlungen ziehen Japaner, Locals, Manga-Fans und Foodies gleichermaßen an, was das Viertel zum wuseligen Hotspot Düsseldorfs macht.

Wir beginnen unseren Rundgang bei „Takagi“, der ältesten japanischen Buchhandlung außerhalb Japans. Bis unter die Decke ragen die vollen Regale. Neben Kochbüchern und Mangas finden sich hier unter anderem unzählige japanische Schulbücher.

Mehr Infos: www.takagi-books.de

Petra Fujiwara kennt offensichtlich alles und jeden im Viertel. Sie grüßt jedenfalls immer mal wieder auf japanisch, so auch im schönen Laden „Kyoto“. Ein Gläschen vom besten Sake später gelingt es nicht allen von uns, auf den Kauf von wunderschönen Schalen und anderen hübschen japanischen Souvenirs zu verzichten.

Schaut mal selbst hier: www.kyoto-japan.de

Wir schlendern weiter Richtung Klostergasse. Diese ist gespickt mit grandiosen Restaurants, die sich dem „Washoku“ verschrieben haben, der traditionellen japanischen Kochkunst, die 2013 zum Immateriellen Weltkulturerbe erklärt wurde. Sie setzt auf Komponenten aller Geschmacksrichtungen – salzig, sauer, süß, bitter und natürlich dem herzhaften umami –  und hat einen Fokus auf Saisonalität der Zutaten. Vor den beliebten Läden „Hyuga“, „Yabase“, „Maruyasu“ und vielen weiteren bilden sich die ersten Schlangen – und das bereits vormittags. Zwischen den Restaurants finden sich auch immer wieder Izakayas, japanische Kneipen, erkennbar an der Laterne vor der Ladentür. Allerdings wird auch hier gerne gegessen und nicht nur getrunken, erzählt uns Petra.

Wir gehen zurück zum Anfang der kleinen Tour – und des Essens: Ein Besuch in einem der japanischen Supermärkte steht selbstverständlich noch an. Bei „Shochiku“ bekommt man gefühlt wirklich alles, sogar eigens aus Japan importiertes Gemüse. Wir probieren „Onigirazu“, ein japanisches Reissandwich. Der perfekte Mittagssnack!

Shochiku: Immermannstraße 15, 40210 Düsseldorf
Touren durch Little Tokyo: www.duesseldorf-tourismus.de

Im Vorbeigehen waren uns auf der Immermannstraße die ersten „Säulenheiligen“ aufgefallen – zuerst dachten wir, Menschen stehen auf den Litfaßsäulen und waren kurz besorgt. Aber es handelt sich um Skulpturen von Christoph Pöggeler, beruhigt uns Petra. Wir werden im Laufe des Tages noch ein paar der insgesamt zehn im Stadtbild entdecken.

Die Innenstadt: Kultur und Carlsplatz

Eine weitere Parallele zu Frankfurt: In Düsseldorf wird ständig etwas gebaut. Aktuelles Projekt in der Innenstadt ist der „Kö Bogen II“. Ein Einkaufszentrum mit schrägem Dach wird komplett mit Hainbuchenpflanzen begrünt. Imposant und eine optische Wohltat im Kontrast zu Glas und Stahl!

Weiter geht es durch die Einkaufsstraßen – wir streifen die beliebte „Kö“/Königsallee nur – und laufen an der Deutsche Oper am Rhein und der Kunsthalle Düsseldorf vorbei zum K20, der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Hier hängt hochrangige Kunst des 20. Jahrhunderts, darunter fast 100 Gemälde von Paul Klee. Aber auch Werke von Pablo Picasso, Wassily Kandinsky, Piet Mondrian, Jackson Pollock und Joseph Beuys finden sich hier. Auf ihrer Rückseite findet sich ein Instagram-Traum: die in bunten Farben geflieste Wand der englischen Künstlerin Sarah Morris. 

Zurück geht es durch die Altstadt. Unseren Mittagshunger stillen wir auf dem zentralen Carlsplatz, dem Markt. An sechs Tagen die Woche gibt es an den 60 Ständen hier einfach alles: Käse, Backwaren, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch und Feinkost. Wir schlemmen uns durch das Sortiment des Platzes. Abgerundet wird der gastronomische Marktausflug mit den unglaublichen Törtchen-Kunstwerken von „Pure Pastry“. Eine kulinarische Führung können wir hier sehr empfehlen!

Beim Stand „Inka & Mehl“ bleiben wir schließlich länger hängen und begeben uns dank Inhaberin Inka auf eine Weltreise – geschmacklich. Erstaunlich, wie mit Produkten wie Senföl und Lavendelessig auf der Zunge Landschaften in unserem Kopf entstehen!

Fotografie, Pop und Digitale Kultur: NRW Forum

Dank der „Düsseldorf Card“ fahren wir unbeschränkt kostenlos mit dem ÖPNV und bekommen 50% Rabatt, unter anderem auf Museen und Ausstellungen. Und genau das ist unser nächster Programmpunkt.

In der Nähe der Tonhalle, die sich in einem ehemaligen Planetarium befindet und deren Besuch auf der Liste fürs nächste Mal landet, liegt das NRW Forum für Fotografie, Pop und Digitale Kultur. Wir schauen uns die beeindruckenden Fotografien von Martin Schoell an. Er hat unter anderem Barack Obama, Angelina Jolie, George Clooney und Angela Merkel fotografiert. Auch obdachlose Menschen, Drag Queens, Bodybuilderinnen und freigesprochene Todeszelleninsassen porträtierte er. 


Auf der Terrasse des NRW-Forum findet jeden Samstag ab 15 Uhr „Beats & BBQ“ statt, ein entspannter Grillabend mit musikalischer Untermalung und Blick auf die Tonhalle und den Hofgarten. „Nächstes Mal samstags herkommen“ notieren wir uns.

www.nrw-forum.de/veranstaltungen/beats-bbq-5

Ein Streifzug durch das Lorettoviertel

Unser nächstes Ziel heißt „KomKUK-Fenster“ in Düsseldorf-Unterbilk südlich der Innenstadt. Ein Schaufenster im beliebten Lorettoviertel wird von der Wirtschaftsförderung Düsseldorf wechselnd lokalen Künstlern, Unternehmen und Labels zur Verfügung gestellt. „Opaak“, ein Lingerie-Label, das neu in Düsseldorf ist, darf es zum Zeitpunkt unseres Besuchs noch bekleiden. Agathe, die Gründerin erzählt begeistert von dieser Möglichkeit, sich zu präsentieren.

www.opaak.de
www.komkuk-fenster.de

Das Lorettoviertel gilt als eins der schönsten und angesagtesten Viertel Düsseldorfs. Und kaum sind wir ein bißchen die Lorettostraße entlang gewandelt, wollen wir auch gar nicht mehr weg! Karin Hammermann von der Werbegemeinschaft Lorettoviertel zeigt uns, was dieses Viertel ausmacht.

Concept Stores, ein wohlduftendes Schokoladenatelier, ein Käseladen, viele tolle Boutiquen, Cafes und Restaurants entdecken wir auf unserem Spaziergang mit ihr. Fast alle dieser Läden sind inhabergeführt und daher besonders liebevoll eingerichtet.

Unter anderem diese schönen Shops gibt es hier zu sehen:

Hammermann, Karins eigener Laden: Lifestyle Concept Store: @hammermann_the_store
The bird who told: Concept Store für Grafik & Design: @thebirdwhotold_
What women want: Beauty, Fashion, Deko: @whatwomenwant_conceptstore
Bittersüß & edelweiß: Chocolaterie @bittersuessundedelweiss
Hab und gut: Wohnaccessories, Geschenkartikel, Kinderspielzeug: @habundgut
Kleidsam: Fairtradefashion und Accessoires: @kleidsam_ddorf
The Heritage Post General Store: www.theheritagepost.com/general-store

Noch mehr Lorettoviertel-Shops zu entdecken gibt es hier: www.lorettoviertel.com

Karin jedenfalls brennt sehr für ihr Viertel. Auf dem Weg durch die parallele Konkordiastraße plaudert sie auch immer wieder mit Passanten und Ladeninhaber*innen. Die entspannte, fast familiäre Stimmung des Viertels beeindruckt uns ebenso wie die Auswahl der tollen Shops!

Auf der Terrasse des Restaurants „K“ lassen wir den Tag ausklingen. So schön es ist, draußen zu sitzen und die Lorettostraße entlang zu schauen: Hier sollte man wegen des detailreichen Interieurs durchaus reinschauen.

www.k-restaurant.de

Von hier aus könnte man auch noch einen Spaziergang zum Medienhafen machen und dort am Wasser den Sonnenuntergang genießen.

Düsseldorf hat uns wirklich überrascht und ist damit oben auf der Liste, wenn es darum geht, mal für ein oder zwei Tage Frankfurt hinter sich zu lassen!

DIESER BEITRAG IST IN KOOPERATION MIT NRW TOURISMUS ENTSTANDEN.
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Vicky

Mitgründerin. Eigentlich Musikerin, daher eine große Liebe für Strukturen. Pedantisch, neugierig und Handcremesüchtig. Hört und sieht alles, lässt es sich aber nicht anmerken. Immer hungrig. Mag an Frankfurt die Kontraste und die Echtheit, nur ist es ihr zu weit weg vom Meer.