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Ein Ausflug nach Rüsselsheim

Wer bei Rüsselsheim direkt an einen großen deutschen Automobilhersteller mit Faible für die Farbe Gelb denkt, liegt an und für sich richtig. Was Mitte des 19. Jahrhunderts in einem ehemaligen Kuhstall mit einer Nähmaschinen-Produktion startete, entwickelte sich über die Fahrrad-Fertigung (die fünf Söhne des Gründervaters waren begeisterte Radsportler) hin zu einem Imperium rund um die Geschichte des Autos. 

Aber genug der historischen Fun Facts und zurück ins Hier und Jetzt. Natürlich dreht sich in Rüsselsheim nicht alles um Autos. Getriggert durch die (uns unbekannte) Zweirad-Vergangenheit der Stadt, haben wir uns an einem sonnigen Freitag auf den Weg gemacht – zugegebener Maßen mit dem Auto. Warum auch Ihr der Stadt am Main demnächst einen Besuch abstatten solltet? Findet es in unserem Blogpost heraus:

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Rüsselsheim AM MAIN

Angekommen, perfekt (ein-)geparkt und direkt in erster Reihe am Mainufer (Parkplatz). Die Sonne scheint und ein noch geschlossener Weinstand lässt schon früh am Morgen Vorfreude auf einen Sundowner mit bester Main-Sicht aufkommen. Aber ohne Fleiß kein Preis. Wir machen uns auf den Kunstpfad Mainvorland zu erkunden. Vier Skulpturen mit unterschiedlichem Bezug zur Stadt die es (fotographisch) zu entdecken gilt. Unterwegs kreuzen uns immer wieder Fahrrad-Fahrer (ein Hinweis auf die Vergangenheit der Stadt?) aber auch Wanderer. Klar, das Rüsselsheimer Mainufer ist nicht nur wesentlich entspannter als unser Frankfurter Pendant sondern auch Teil der Regionalpark Route Rhein-Main. Wir hegen jedoch weniger sportliche Ambitionen…

Kunst & Kultur in den Opelvillen

Wir haben die Opelvillen fest im Blick. Historisch mit den Menschen hinter der Automobilmarke und durch einen modernen Zwischenbau mit der Neuzeit verbunden, beherbergt der Gebäudekomplex wechselnde Ausstellungen unter dem thematischen Schwerpunkt „Von der Moderne zur Gegenwart“. So kann man z.B. noch bis Oktober die bewegenden schwarz-weiß Fotografien von Lee Miller erleben, welche in ihrer Rolle als Kriegskorrespondentin der Vogue, 1945  unter anderem die Befreiung Frankfurts dokumentierte (wieder was gelernt). Über die „Schleuse“, ein Ausstellungsraum von und für Kunststudierende, gelangen wir zum nächsten Programmpunkt. Dem Mittagessen! In angenehm luftiger Innenhoflage des Restaurant Opelvillen. Mit unterverbautem Main Blick. – ein Highlight. Zu „normaleren“ Zeiten könnte man im angeschlossenen Lesecafé des Wintergartens noch einen Cappuccino zu sich nehmen. Aber uns zieht es weiter…

Mitten im Grünen

…ins Grüne. Die Großstädter in uns nähern sich langsam an. Über dicke Festungsmauern aus dem 15. Jahrhundert (und einen kleinen Pausen-Stop im festungseigenen Café) rein in den Verna-Park. Ein gartenbauliches Kleinod im englischen Stil mit 150-jähriger Geschichte und vielen Fotomotiven wie künstlichen Ruinen, botanischen Exoten oder zwitschernden Vögeln. Noch idyllischer geht es nicht? Doch! Im verwinkelt, verwunschen Mühlen-Häuschen kann man sogar heiraten. Für uns dann doch etwas zu romantisch. Uns ruft der Sport. Eine Grünanlage und Autostation weiter, im Ostpark, geht es in Urban’s Kletterpark in schwindelregende Höhen. In den unterschiedlichen Parcours sowie im angegliederten Wald-Biergarten, dem Waldbembelsche,  kommt dann jeder auf seine Kosten.

Voll ins Blaue getroffen

Zum Nachmittag hin steigen die Temperaturen.  Der Wald des Ostparks bietet schattigen Schutz  vor der spätsommerlichen Sonne, aber wir wäre dennoch lieber etwas näher am Wasser gebaut. Wie der Zufall (oder die akkurate Planung?) es so will, ist das Waldschwimmbad nicht weit. Kühl und tief ist der naturnahe Badesee. Dank Sonnenöl-Duft, feinem Sandstrand und zirpenden Pinienwäldchen kommt direkte südfranzösischer Campingplatz-Flair auf. In der Nachsaison versteht sich. Denn trotz freitäglicher Feierabendzeit und bestem Wetter, ist es vor Ort wunderbar ruhig. So ruhig, dass wir diesen Geheimtipp am liebsten ganz für uns behalten hätten – wäre da nicht unsere journalistisch-investigative Ehre.

Time to…

Der Tag neigt sich dem Ende zu und die sonnige Zeit an der frischen Luft fordert Ihr Tribut. Es ist  an der Zeit für eine große Tasse Kaffee. Und Kuchen. Fündig werden wir im Café am Markt, zurück in der Innenstadt. Auf der geschäftigen Terrasse lassen wir den Tag in aller Gemütlichkeit ausklingen. Wer möchte, könnte noch auf einen Absacker über die Straße und an den Main. Zwischen großen Kupferkesseln im Brauhaus des Rüsselsheimer Bräu, auf der Terrasse oder eben am anfangs erwähnten Weinstand Wein am Main“. Der Kreis schließt sich hier. Wir treten erholt, leicht gebräunt und tortenschwer den Rückweg an. 

In der Hoffnung Euch dazu inspiriert zu haben den Main auch etwas abseits der bekannten Wege zu erkunden!? Nutzt einfach mal unsere zentrale Lage und schwärmt aus. Nach Rüsselsheim sind es nur 30 Minuten – oder 1,5 Stunden mit dem Fahrrad über die Schwanheimer Dünen (wie wir uns sagen lassen haben).

Weitere Infos, Updates, Öffnungszeiten etc. findet Ihr unter:

www.main-ruesselsheim.de

* DIESER BEITRAG IST IN ZUSAMMENARBEIT MIT DER STADT RÜSSELSHEIM AM MAIN ENTSTANDEN.

Ihr seid in Ausflugslaune? Auf unseren Blog findet Ihr viele Ideen für Ausflüge im Rhein-Main-Gebiet.

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