Sazios Paul Piero Titel

Focaccia im FOUR: Das Sazio’s

Es gibt Läden, von denen braucht jede Stadt einen. Mindestens eine verlässliche Focaccia-Adresse gehört definitiv dazu. Zwischen den Hochhausfassaden des neuen FOUR hat genau so eine eröffnet. Piero und Paul bringen mit Sazio’s eine kleine, feine Auswahl der belegten ligurischen Fladenbrote ins Bankenviertel und füllen nicht nur eine Lücke im Businesslunch-Angebot, sondern begeistern alle Fans von italienischem Sommer- und Soulfood. Wir waren dort, haben mit den beiden gesprochen – und natürlich gekostet.

Junghofstraße 9 | Frankfurt Innenstadt | @saziosfrankfurt

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Zwischen den vier Türmen des neuen FOUR entsteht aktuell ein eigener Kosmos aus Unternehmen, Hotels, Einzelhandel – und natürlich Kulinarik. Zentral gelegen zwischen Goetheplatz, Zeil, Banken- und Bahnhofsviertel, ist es Durch- und Anlaufstelle für ganz unterschiedliche Menschen. Für Piero und Paul war das ausschlaggebend bei der Wahl des Standorts. Einerseits erreichen sie genau die, die sie erreichen möchten: Menschen mit wenig Zeit auf der Suche nach einem hochwertigen, schnellen Mittagessen. Außerdem wollten sie „nicht in eine Ecke, wo schon alles steht, sondern an einen Ort, der sich gerade erst entwickelt.“ Seit einiger Zeit sind sie part of the process.

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Satt & erfolgshungrig

Die Idee zu Sazio’s entstand über das Ausprobieren. Beide haben zusammen immer gute Sandwich-Läden weltweit ausprobiert – ob in Kopenhagen, Brüssel, Mailand oder bei den großen Referenzen in London, New York oder Melbourne. In der Business-Stadt Frankfurt, wo die Nachfrage nach einem richtig guten, schnellen Mittagessen eigentlich groß sein müsste, war das Angebot sehr überschaubar. „Sazio“ ist das italienische Wort für satt. Denn das ist die Mission. Das angehängte S hatte als Inspiration die alten Delis in New York – eine Stadt, an der wir uns in Mainhattan gerne mal orientieren. Außerdem macht es den Markennamen nahbarer und weniger glatt. „Das gibt dem Ganzen was Persönliches, mehr Seele, weniger Konzern“, erklärt Piero.

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Kompromisslos in die Königsdisziplin

Focaccias sind für viele so etwas wie das Aushängeschild der Snackkultur. Es braucht wenige Zutaten, aber dafür hochwertige, „die sitzen“. Darauf legen die beiden Wert und genau das reizt sie. Sie fokussieren sich auf „einfache Kombinationen, aber dafür kompromisslos bei der Qualität der einzelnen Produkte“. Das Brot beispielsweise brauche eine lange Teigruhe, hat außen leichten Biss, ist innen luftig und trägt die Zutaten, ohne sie zu erschlagen. Es hält Mortadella, Stracciatella, Pesto und bunte Tomaten zusammen.

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Die kleine, aber feine Karte ist Absicht: vier Sandwiches, dazu eine kuratierte Auswahl an Getränken mit Fokus auf hausgemachte Eistees. Das ist für sie kein Kompromiss, sondern ihr Konzept. „Wir machen lieber vier Sachen richtig gut als zwanzig okay. Alles wird frisch vor dir zusammengebaut, und das funktioniert nur mit einer schlanken Karte.“ Was sich über die Zeit ändern kann, seien einzelne Zutaten oder mal ein saisonales Sandwich. Die Idee bleibt.

Die Gutes-Essen-Connection

Paul und Piero sind Freunde – und in der Frankfurter Gastronomie keine Unbekannten. Paul ist seit 12 Jahren in der Branche und hat The Espresso BAR sowie EspressoEspresso mitaufgebaut. Heute betreibt er um die Ecke das Café Zweigle – Anlaufstelle für einen exzellenten Espresso vor der Arbeit oder einen warmen Cookie für zwischendrin. Während Paul für das Handwerkliche zuständig ist, kümmert sich Piero um das Strategische und Kommerzielle. Er hat familienbedingt einen Gastro-Hintergrund und hat die letzten fünf Jahre den kommerziellen Bereich in einem Start-up aus dem High-End-Hospitality- und Corporate-Events-Umfeld mitaufgebaut und verantwortet. Was sie am Ende wirklich verbindet, „ist das Essen und der Spaß an der Sache“, sagt Piero.

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Wir können bestätigen: Die Auswahl ist klein, aber exzellent. Das Focaccia schön fluffig, der Belag wunderbar und genau richtig gesalzen wie die Luft an der italienischen Küste. Der Kurzurlaub für die Mittagspause quasi. „Für uns ist so ein Sandwich deshalb kein Snack, den man nebenbei runterschlingt, sondern was, worauf man sich in der Mittagspause freuen kann.“ – und das merkt man.

Schon vorbeigeschaut? Viele weitere tolle Läden und alles gegen Hunger und Durst findet Ihr auf dem Blog.

Nathalie Eirich

Gebürtig aus Darmstadt, seit mehreren Jahren Wahlfrankfurterin – und immer noch frisch verliebt in die Stadt. Leidenschaftliche Texterin, Tänzerin, Yogi, Medienkulturwissenschaftlerin und PR-Beraterin. Kochmuffel und daher Restaurantfan. Theater- und Kunstliebhaberin. Früher Vogel oder Nachteule je nach Tagesform. Reich an Sommersprossen.

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