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So wohne ich: Mit Gärtchen nahe der Berger Straße

Viel Zeit zuhause zu verbringen ist natürlich viel einfacher, wenn man es schön hat. So wie die Bewohnerin, die mitten in der Stadt und gleichzeitig im Dorf an der Grenze zwischen Bornheim und dem Nordend lebt. Neben einem kleinen Garten gibt es viele weitere Vorteile dieser Wohnung, die sie mit viel Arbeit zu ihrer gemacht hat. Aber lassen wir sie doch selbst erzählen!

“Ich wohne seit etwas mehr als einem Jahr in dieser Erdgeschosswohnung in der Nähe der Höhenstraße. Ich bin vor fast 14 Jahren fürs Studium nach Frankfurt gezogen. Witzigerweise habe ich in den letzten zwölfeinhalb Jahren immer hier in der Gegend Bornheim / Nordend gewohnt. Alle Wohnungen, in denen ich in diesen vielen Jahren gelebt habe sind fußläufig nur wenige Minuten voneinander entfernt. Meine letzte Wohnung war sogar direkt um die Ecke von hier in einem süßen Haus im Hinterhof.

Das Beste an dieser Wohnung ist ziemlich eindeutig der Garten. Da schaue ich morgens auch zuerst raus. Und ich genieße es endlich mal ein neues Bad zu haben und meine Küche selbst gestaltet haben zu dürfen.

Anders als geplant und doch großes Glück

Als ich mir die Wohnung angeschaut habe, hatte ich zuvor schon einige andere angesehen und ich war gar nicht sicher, ob ich ausziehen umziehen möchte… Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Zuhause für mich und meinen damaligen Freund. Wie so oft kam alles anders als geplant. Irgendwann fragte eine Freundin, ob ich Lust auf eine Wohnung bei ihr im Haus hätte, dort zog eine alte Dame nach 40 Jahren aus. Die Freundin stellte den Kontakt zum Vermieter her. Ich war die einzige Interessentin, der die Wohnung gezeigt wurde. Ehrlicherweise war ich bei der Besichtigung etwas unsicher – alles war ziemlich dunkel und eben alt. Die Wohnung sollte jedoch saniert werden und ich durfte einiges mitentscheiden. Ich war gemeinsam mit dem Handwerker unterwegs, um die Sanitärobjekte und Fliesen fürs Bad sowie neue Türen auszusuchen.

Der Vermieter fragte außerdem, wie ich mir die Wände vorstelle, die nun nur noch gespachtelt und gestrichen sind – runter mit den ollen Tapeten! – und ich konnte selbst einen Boden für die Küche aussuchen. Den direkten Zugang vom Balkon in den Garten habe ich bei der Besichtigung kurz als Idee geäußert. Eines Tages rief dann der Handwerker an und fragte welche Art Treppe ich denn wolle, er habe bereits einen Teil des Geländers weggeflext…


Und, ganz wichtig war auch: Der Vermieter stimmte einem Hund zu. Ohne diese Erlaubnis wäre ich nicht eingezogen. Ich glaube, ich hab ziemlich großes Glück gehabt. Wie so oft sind es am Ende die Kontakte, die erfolgreicher sind als jede Antwort auf Wohnungsanzeigen…

Die Küche als wichtigster Raum

Im Winter ist die Küche der wichtigste Raum. Ich hatte zuvor nie Platz für einen Tisch. Jetzt gibt es den endlich und es ist auch noch genug Platz, um zu zweit zu kochen. Im Sommer verlagert sich das Essen und Zusammensitzen auf jeden Fall auf den Balkon bzw. den Garten, wenn die Runde mal größer wird.

Als einziges Möbelstück begleitet mich durch alle Wohnungen in Frankfurt tatsächlich mein Bett. Das möchte ich aber als nächstes aber auch mal durch ein Neues ersetzen. Alle anderen Möbel kamen erst mit dieser oder der letzten Wohnung, in der ich fast sechs Jahre gewohnt hatte.

Ich weiß gar nicht ob ich ein Lieblingsmöbelstück habe – die Fundstücke vom Flohmarkt, dem Sperrmüll oder ebay mag ich aber definitiv am liebsten. Tatsächlich gehören Küchen- und Schreibtisch sowie der Spind in meinem sogenannten „Zimmer drei”, nach dem ich lange gesucht habe, zu meinen Lieblingen. Sie sind besonders und stehen eben nicht in jeder zweiten Wohnung. Die Tische sind beide vom Sperrmüll, den Spind hab ich für fünf Euro bei ebay ergattert.

Ich mag auf jeden Fall den Mix von alt und neu und freue mich jedes Mal sehr, wenn ich irgendwo wieder etwas Schönes gebrauchtes finde, das gut hierher passt.

Hoffentlich starten bald die Flohmärkte wieder…!

Nach und nach versuche ich die Ikea-Möbel, die sich hier auch finden, durch andere auszutauschen oder bestmöglich zu ergänzen. Auch wenn ich mit älteren Möbeln keine persönliche Geschichte verbinde, weil es familiäre Erbstücke wären, liegen diese mir definitiv mehr am Herzen.

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde ich das Haus besser isolieren, um dem Leben und den Gesprächen meiner Nachbarn nicht mehr beiwohnen zu müssen (lacht). Wahrscheinlich würde ich mir eine hübsche Alternative für den TV besorgen: ein System aus Beamer etc. Ich hasse es, diesen schwarzen Kasten in der Wohnung zu haben. Deswegen ist der übrigens letztens mal wieder in den Keller gewandert… Und natürlich gibt es unendlich viele Möbelstücke, die einfach super schön sind: Lampen und Stühle, die ein Vermögen kosten – als Architektin hat man da ja so einen kleinen Schaden…

Der eigene kleine Park im Dorf

Mit dem Einzug meines Hunds Wilma im Sommer und durch die lieben Freunden, mit denen ich hier im letzten Jahr viel Zeit verbracht habe, ist die Wohnung zu einem Zuhause geworden. Und der Garten ist Teil dessen, was ich aus meiner Kindheit als Teil eines Zuhauses definiere. Nicht alle sieben Sachen packen zu müssen, um im Park frische Luft und Grün genießen zu können. Dass ich das jetzt habe, hat mir nochmal vor Augen geführt, was ich die letzten Jahre vermisst habe, und vielleicht in meinem nächsten Zuhause gerne hätte: noch mehr Platz und noch mehr Garten.

Oh, und die Lage macht diese Wohnung natürlich auch aus. ich bin im Nullkommanichts auf der Berger Straße. Einkaufsmöglichkeiten und all die Apfelweinlokale im oberen Teil prägen die Umgebung sehr.

Für mich macht das Viertel so angenehm, dass es sich wie ein Dorf anfühlt.

Einige Freunde wohnen um die Ecke – das ist wirklich cool. Manchmal rufen sie an und sagen:
‚Ich bin in 2 Minuten bei dir vor der Tür, bist du da und hast Lust auf einen Kaffee?’ Das erinnert mich an meine Kindheit und macht mich super glücklich. Was ich auch total toll finde ist, dass ich fast jedes Mal, wenn ich die Wohnung verlasse, zufällig jemanden treffe, den ich irgendwoher kenne – Arbeitskollegen, Kommilitonen, Nachbarn, Leute vom Sport… Und das gibt ein krasses Gefühl von Zuhause für mich.

Mein Traum ist es tatsächlich irgendwann wieder zurück aufs Land zu ziehen – der Garten hier ist super, dazu fehlen mir noch Wald und Feld direkt vor der Tür. Wenn ich diesen Ort in der Nähe von Frankfurt gefunden habe und jemanden, der Bock drauf hat mitzukommen, dann ziehe ich direkt aus. Vorher kann ich diese Wohnung hier auf keinen Fall verlassen :)”

Wenn ihr wissen möchtet, wer hinter dieser schönen Wohnung steckt, klickt einfach hier.

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