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So wohne ich: Mitten in Bockenheim

Wieder einmal durften wir in eine Frankfurter Wohnung schauen. Dieses Mal erwischten wir einen wunderbar sonnigen Mittag in Bockenheim. Im dritten Stock eines Altbaus begrüßt uns die junge Bewohnerin, die hier in einer lichtdurchfluteten Zweizimmerwohnung lebt. Wie immer haben wir sie über ihr Leben darin befragt.

Fotos: VIcky Prüfer & Amin Baghi

“Manche Gegenstände begleiten mich nun schon durch mehrere Wohnungen. Wie meine Kunstdrucke und Fotografien, die ich von Auslandsaufenthalten mitgebracht habe. Häufig ist hier ein Bezug zu Musik zu finden, wie zum Beispiel die Musik Map, die ich in der Carnaby Street in London gekauft habe. Die Map ähnelt einem sehr verworrenen Stammbaum, in dem die wichtigsten Bands aus dem Genre Alternative in Verbindung zueinander gezeigt werden. Ein anderer Print stammt aus meinem Lieblingsmuseum in Amsterdam, dem FOAM. Es zeigt ein junges Pärchen in einer Badewanne und stammt aus der Ausstellung Tulsa & Teenage Lust von Larry Clark. Außerdem ist meine Wohnung voll mit selbstgebauten Lampen und Regalen von meinem Papa. Ohne diese persönlichen Akzente würde ich mich nur halb so wohl fühlen. 

Wenn ich vor der Arbeit etwas Zeit habe, genehmige ich mir noch einen Kaffee auf meinem Sessel im Wohnzimmer, das Fenster befindet sich direkt daneben. Somit ist das auch das Fenster, aus dem ich nach dem Aufstehen zum ersten Mal „bewusst“ rausschaue. Mit Blick auf den Messeturm und das Marriott Hotel – klingt nicht wirklich sexy aber mit den Altbauten im Vordergrund ergibt das für mich ein schönes Zusammenspiel.

Wenn ich heimkomme, lande ich meistens erstmal in der Küche, um mir was zu essen zu machen. Danach falle ich entweder auf mein Sofa oder auf meinen Teppich im Wohnzimmer. Ganz flach auf dem Boden lässt es sich recht gut entspannen (#weirdo). Dazu ein bisschen Mazzy Star oder Galaxie 500… good bye Stress!

Der wichtigste Raum: Im Winter mein Wohnzimmer und im Sommer mein Balkon.

Was die Wohnung zu meinem Zuhause macht? Ich würde sagen, es ist die Kombination aus verschiedenen Dingen. Zum einen liegt das an Bockenheim – hier habe ich drei Jahre lang studiert und dementsprechend viel Zeit verbracht (AFE Turm, rest in peace). Ich mag das alternative Flair, das durch die Menschen, die urigen Kneipen oder Trinkhallen und einfachen Cafés ohne viel Schnick Schnack transportiert wird. Zum anderen ist es der Charme dieser Altbau-Wohnung inklusive der praktischen Raumaufteilung und Lage. Mein Zuhause liegt in unmittelbarer Nähe zur Agentur, in der ich arbeite und gleichzeitig auch zur Natur. Der Botanische Garten und Grüneburgpark sind quasi direkt ums Eck.

Meine Freunde sagen immer, dass sie sich in meiner Wohnung in ein anderes Zeitalter versetzt fühlen. Ich habe schon immer eine Leidenschaft für die 60er Jahre – sei es in Mode, Musik oder eben Design im Allgemeinen. Vielleicht ist es genau dieser „Retro-Chic“, der sich hier widerspiegelt und die Wohnung zu meinem Heim macht.


Wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde ich mir erstmal die 4-Tage-Woche kaufen, um etwas mehr Zeit Zuhause verbringen zu können… auch wenn man durchaus in hochwertigere Möbel investieren- und zunächst mal die Esszimmer-Stühle austauschen könnte. 

Aktuell möchte ich aus meinem kleinen Bockenheim-Kosmos nicht weg. In ein paar Jahren könnte ich mir aber vorstellen, wieder raus aufs Land zu ziehen – ich bin in einem kleinen Ortsteil von Dreieich aufgewachsen. Dort renoviert meine Familie zurzeit das alte Fachwerkhaus meiner Oma, das jede Menge Flair für einen möglichen nächsten „Stopp“ bietet. Mal sehen, wann es mich dort hin verschlägt…

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